Vor Stadtbücherei 

Bei Demo gegen AfD-Jugend: Polizei nimmt 2 Personen in Gewahrsam! 

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Gegen 18:35 Uhr versuchen 7 Personen den Hilde-Domin-Saal zu stürmen. 

Heidelberg-Bergheim - Bei der Demonstration vor der Stadtbücherei gegen eine Veranstaltung der „Junge Alternative Kurpfalz“ muss die Polizei einschreiten. Das ist passiert: 

Anlässlich einer Veranstaltung der „Junge Alternative Kurpfalz“ am Freitagabend in der Stadtbibliothek, an der etwa 100 Besucher teilnehmen, finden mehrere Gegenkundgebungen vor der Stadtbücherei statt. An der Kundgebung der Antifaschistischen Initiative Heidelberg nehmen etwa 70 Personen teil, aus dem bürgerlichen Lager stehen über 100 Personen im Eingangsbereich und vor der Stadtbibliothek.

AfD-Veranstaltung im Hilde-Domin-Saal der Stadtbücherei ruft Demonstranten auf den Plan 

Eigentlich sollte alles friedlich ablaufen. Neben Bannern mit der Aufschrift „Rassismus ist keine Alternative“ sind auch Plakate mit Zitaten aus den Werken der jüdischen Lyrikerin Hilde Domin, die nach ihrem Exil in der Dominikanischen Republik in Heidelberg wohnte. Neben zwei Schulen und einem Park ist auch ein Saal in der Stadtbücherei Heidelberg nach der Schriftstellerin benannt – genau der in dem Die AfD-Jugend ihre Veranstaltung abhält.

Das ist vielen ein Dorn im Auge. So schreibt Stadträtin Kathrin Rabus (Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen) in einem Stadtblatt-Artikel: „Wenn die AfD-Jugendorganisation sich am 23. März, ausgerechnet während der ‚Internationalen Wochen gegen Rassismus‘ in der Stadtbücherei trifft, geraten wir an unsere Grenzen: wir wollen nicht, dass Rechtsextreme ihre Hetze an einem Ort verbreiten dürfen, der für Bildung und Weltoffenheit steht – in einem Raum, der nach der Schriftstellerin Hilde Domin benannt ist, die als Jüdin aus Deutschland fliehen musste.“ 

Schon im Vorfeld machten die Initiatoren mit dem Hashtag #HeidelbergLiebtHilde auf die Aktion vor der Stadtbücherei aufmerksam.

7 Personen versuchen Veranstaltung-Saal zu stürmen 

Doch gegen 18:35 Uhr kommt es zu einem Zwischenfall, als 7 Personen über den Aufzug ins Foyer des Veranstaltungssaals zu gelangten. Der Aufforderung durch den Ordnungsdienst des Veranstalters, den Veranstaltungsraum zu verlassen, wollen sie nicht nachkommen. 

Nach mehrmaliger Aufforderung nimmt die Polizei zwei Personen im Alter von 18 und 22 Jahren, laut eigenen Angaben, „unter Anwendung von unmittelbarem Zwang“ in Gewahrsam. Beim Transport in den Polizeibus tritt einer der Beiden auch noch gegen die Polizeibeamten!

Da der Polizeibus durch Demonstranten blockiert wird, wird der Gewahrsam im Fahrzeug aufrecht erhalten. Gegen die beiden Tatverdächtigen werden Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch und gegen einen der Beiden wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Die beiden Tatverdächtigen werden gegen 20:20 Uhr auf freien Fuß gesetzt, ihnen wird für den unmittelbaren Bereich Platzverweise ausgesprochen.

pol/kp

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