rnv distanziert sich von Schriftzug

Heidelberg: „F*ck Trump!“-Bus fährt durch die Stadt – mit harten Konsequenzen

Ansicht von Altstadt und Schloss in Heidelberg. Bus mit Anti-Trump-Statement in Heidelberg zur US-Wahl.
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In Heidelberg kann ein Busfahrer offenbar mit seiner Meinung zum US-Präsidenten nicht hinterm Zaun halten (Fotomontage).

Heidelberg – Die Wahl in den USA erhitzt auch in Deutschland die Gemüter. So hat ein rnv-Busfahrer seinen politischen Standpunkt über die Anzeigetafel mehr als klar gemacht.

Donald Trump polarisiert. Die Art und Weise wie der amerikanische Präsident „Politik“ betreibt und seinen Wahlkampf geführt hat, spaltet gezielt die amerikanische Gesellschaft. Der Gipfel dieser Spaltung hat nun mit der Präsidentschaftswahl ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Die nachgewiesenen Falschbehauptungen und antidemokratischen Entgleisungen seitens des Präsidenten provozieren auf der Gegenseite nicht weniger geschmacklose Reaktionen. Während die Nerven in den USA blank liegen, überträgt sich die angespannte Stimmung jenseits des großen Teiches auch auf manche Menschen in Deutschland. So staunen viele Bewohner in Heidelberg nicht schlecht, als ein Bus mit einem vulgären Schriftzug an ihnen vorbeifährt.

Heidelberg: rnv distanziert sich von „F*ck Trump!“-Schriftzug auf einem Bus

Auf der Anzeigetafel des rnv-Buses prangt der abwertende Schriftzug „F*ck Trump!“. Auf Anfrage von HEIDELBERG24 distanziert sich die rnv umgehend von dem Anti-Trump-Statement und verweist dabei auf die Verantwortung des zuständigen Subunternehmens.

Wir haben unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls mit dem Dienstleister gesprochen und eine sofortige Löschung des Schriftzuges gefordert“, so Moritz Feier aus der rnv-Presseabteilung. Der Subunternehmer soll sofort reagiert und sich für den Vorfall entschuldigt haben.

Weiterhin stellt Feier klar, das sich die rnv grundsätzlich nicht politisch äußert. „Wir bedauern diesen Vorfall ausdrücklich und sind selbst sehr verärgert über diese Aktion. Ein Gespräch mit dem Subunternehmer wird folgen.“

Heidelberg: Ist Statement auf Bus eine Reaktion auf das antidemokratische Verhalten Donald Trumps?

Ungeachtet der Aufregung in Heidelberg nähert sich die Zitterpartie in den USA ihrem Ende. Die Wahl steht somit kurz vor der Entscheidung: Derzeit (Stand 6. November/17 Uhr) sieht es so aus, als ob die Tage von Donald Trump gezählt seien. Gegenkandidat Joe Biden liegt in vier von fünf entscheidenden Staaten bei der Auszählung vorn.

Das vulgäre „F*ck Trump“-Statement lässt sich nicht zuletzt als Reaktion auf das unpräsidiale Verhalten des amerikanischen Staatsoberhauptes deuten. Obwohl diese Deutung naheliegend ist, kann über die Motivation des Busfahrers in Heidelberg nur spekuliert werden. Fest steht, dass Donald Trump in der Vergangenheit wiederholt mit Beschimpfungen und antidemokratischem Gebahren negativ aufgefallen ist.

Nach der Wahl wehrt sich der Präsident zudem mit wüsten Vorwürfen gegen die drohende Niederlage. Einige US-Sender schalten ihn während der Pressekonferenz im Weißen Haus sogar ab!

Heidelberg über das Deutsch-Amerikanische Freundschaftsfest mit USA verbunden

Obgleich nach dem Abzug der US-Truppen aus Heidelberg im Mai 2019 zum letzten mal das Deutsch-Amerikanische Freundschaftsfest auf dem Gelände des US-Hospitals in Rohrbach stattgefunden hat, ist die Verbundenheit der Heidelberger mit den USA groß. Daher ist davon auszugehen, dass viele Heidelberger die Auszählung in den USA gebannt verfolgen.

Der 74-jährige US-Präsident macht derweil wiederholt deutlich, dass er sich mit einer Niederlage keinesfalls abfinden werde. So oder so, den Vereinigten Staaten stehen kritische Wochen bevor. Unabhängig von politischen Meinungen und Überzeugungen kann nüchtern festgehalten werden: Keine Demokratie der Welt ist in der Lage eine solche Polarisierung auf ewig durchzuhalten. (esk)

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