Ab 2018

Gegen Staus! Autofahrer sollen Standstreifen auf A5 nutzen

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Auf der A5 zwischen Heidelberg und Dossenheim soll ab 2018 der Standstreifen mitgenutzt werden.

Heidelberg/Dossenheim – Das wäre doch mal eine Maßnahme! Um den täglichen Stau-Wahnsinn auf der A5 zu bekämpfen, sollen die Standstreifen in den ‚Stoßzeiten‘ befahren werden:

Wer hat nicht schonmal selbst darin gestanden – im (fast) täglichen Stau auf der A5 zwischen Heidelberg und Dossenheim?

Um diesem nervigen Sachverhalt entgegenzusteuern, soll ab 2018 der Standstreifen temporär mitgenutzt werden!

Somit sehen die Pläne des Regierungspräsidiums Karlsruhe vor, dass in der ‚Rushhour‘ drei statt zwei Spuren in jede Richtung befahren werden können, so eine Sprecherin gegenüber HEIDELBERG24. Das sollte den Verkehrsfluss deutlich entzerren.

Und das auf einer Strecke von rund drei Kilometern zwischen Autobahnkreuz Heidelberg und Anschlussstelle Dossenheim. Später könnten die Seitenstreifen bis nach Schwetzingen folgen.

Bedeutet aber auch: Für diese laut Behördendeutsch „temporäre Seitenstreifenfreigabe“ (TSF), eine Maßnahme, die es seit geschlagenen 13 Jahren in Deutschland gibt, benötigt werden Lärmschutzwand (550 mal drei Meter), Anzeigetafeln und Kameras.

Kameras deshalb, damit der Standstreifen nicht gerade dann freigegeben wird, während dort erhöhte Unfallgefahr durch ein Auto mit steht. Für derlei Notfälle werden eigens zwei Nothaltebuchten eingerichtet.

Doch was ist eine temporäre Seitenstreifenfreigabe (TSF)?

Laut Straßenverkehrszentrale Baden-Württemberg ermöglicht eine Verkehrsbeeinflussungsanlage das zeitweise Befahren des Seitenstreifens an hochbelasteten Streckenabschnitten auf Bundesautobahnen. Über Wechselverkehrszeichen wird dann der Seitenstreifen für den Verkehr freigegeben. 

Dies kann die Verkehrskapazität um bis zu 25 Prozent erhöhen und ist im Gegensatz zu einem Ausbau, eine vergleichsweise kostengünstige sowie schnell realisierbare Maßnahme zur Verbesserung des Verkehrsflusses. Kostengünstig heißt im Falle des besagten A5-Abschnittes übrigens rund fünf Millionen Euro!

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HEIDELBERG24 meint: Die Nutzung der Standstreifen ist schonmal nicht schlecht! Besser wäre jedoch der seit Jahren im Raum stehende Ausbau der A5 auf den rund 30 Kilometern zwischen dem Autobahnkreuz Heidelberg und Hemsbach, damit der Verkehr auf dieser vielbefahrenen Autobahn auch hier endlich auf je drei Fahrbahnen rollt. Gerne auch gen Süden nach Walldorf...

>>> Baustelle weg! Erste Entspannung am Nadelöhr A5

>>> A5: Diese Baustelle könnte ein ‚Zeitfresser‘ werden

pek

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