Schwerpunkt-Kontrollen in der Nacht

Heidelberg: Polizei verhängt krasse Bußgelder gegen E-Scooter-Rowdys 

Heidelberg – Von Freitag auf Samstag Nacht hat die Polizei Heidelberg über 200 E-Scooter-Fahrer kontrolliert. Viele nehmen die Gesetze offenbar nicht ernst – das wird ihnen jetzt zum Verhängnis.

  • E-Scooter: Neue Verkehrsmittel bringen auch neue Probleme und Fragestellungen mit sich.
  • Polizei Heidelberg führt Schwerpunkt-Kontrollen durch.
  • Für E-Scooter gilt dieselbe Promillegrenze wie für andere Kraftfahrzeuge in Deutschland.
  • Viele E-Scooter-Fahrer stehen unter Alkoholeinfluss.
  • E-Scooter-Verleih in Rhein-Neckar-Region.

E-Scooter werden vor allem von jungen Leuten als Spielerei wahrgenommen und gerne an den Wochenend-Abenden genutzt. Was viele offenbar immer noch nicht wissen: Beim Fahren unter Alkoholeinfluss greifen nachdrücklich nicht die gleichen Regeln wie für Fahrräder. Angetrunken E-Scooter-Fahren ist eben kein Kavaliersdelikt. Daher werden im Rahmen einer Schwerpunkt-Kontrolle der Polizei Heidelberg in der Nacht von Freitag auf Samstag (22. August) gezielt E-Scooter-Fahrer im Stadtgebiet Heidelberg kontrolliert. Insgesamt 35 Beamte überprüfen mehr als 200 Fahrer und legen dabei den Fokus vor allem auf Fahrverhalten und Verkehrstüchtigkeit – mit erschreckendem Ergebnis!

Während der Kontrollmaßnahmen, die um 20 Uhr am Freitagabend ihren Anfang nehmen, werden bis 2.30 Uhr Nachts ganze 27 Verstöße festgestellt und zur Anzeige gebracht. Neben dem weit verbreiteten Fahren zu Zweit, unerlaubter Gehweg-Nutzung und Missachtung von Rotlicht, sind zudem zehn Fahrer mit mehr als 0,5 Promille derart alkoholisiert, dass deren Fahrt beendet werden muss. Die Fahrer erwartet nun einem Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr. Außerdem kommt den Verkehrssündern ihr Leichtsinn jetzt richtig teuer zu stehen, denn die Bußgelder haben es in sich.

Heidelberg: Bußgeldkatalog für E-Scooter unter Alkohol-Einfluss

Für Führerscheininhaber in der Probezeit und Fahrer unter 21 Jahren gilt die 0,0-Promille-Regel. Selbst geringste Verstöße werden mit 250 Euro Strafe und einem Punkt in Flensburg geahndet.

Betrunken fahren mit dem E-Scooter (0,5 Promille oder mehr)

VerstoßBuß­geldPunk­teFahrverbot
... 1. Mal500 €\t21 Monat
... 2. Mal1000 €\t23 Monate
... 3. Mal1500 €\t23 Monate

Wird der E-Scooter mit 1,1 Promille oder mehr gefahren, kann eine Geld­strafe oder Frei­heits­strafe bis zu einem Jahr verhängt werden. Es folgen zwei oder drei Punkte und ein Fahr­verbot bis zu sechs Mo­naten oder die Ent­zie­hung der Fahr­er­laub­nis.

Heidelberg: Jeder vierte E-Scooter-Fahrer steht unter Alkohleinfluss

Besonders fällt den Beamten auf: Neben den zehn stark alkoholisierten Fahrern stellen die Polizisten bei 41 Kontrollen Alkohol in der Atemluft der Scooter-Fahrer fest! Die Werte liegen aber unter dem gesetzlichen Grenzwert. Daher sehen sich die Ordnungshüter gezwungen in zahlreichen Gesprächen einzelnen Fahrer von E-Scootern für eine verantwortungsvolle Nutzung zu sensibilisieren und über die korrekte Nutzung der Straßenflitzer aufzuklären. Die Polizei Heidelberg kündigt an, auch zukünftig Kontrollmaßnahmen durchführen zu wollen. Und das ist auch dringend geboten, denn immer wieder verursachen angetrunkene E-Scooter-Fahrer Unfälle.

Zeitgleich geht die Polizei in einer koordinierten Aktion auch gegen die sogenannte Poser-Szene vor. In Mannheim und Heidelberg werden Kontrollen durchgeführt – mit beachtlichem Erfolg. (pol/esk)

Rubriklistenbild: © Lennart Stock/dpa

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