Gelatine-Hersteller

Gelita: Schadenersatzklage abgewiesen

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Das Landgericht Heidelberg hat eine Schadenersatzklage des Gelatinehersteller Gelita abgewiesen. 

Heidelberg/Eberbach - Neuer Richterspruch im Streit beim Eberbacher Familienunternehmen Gelita: Das Landgericht weist eine Schadenersatzklage gegen Vorstände und einen Aktionär ab. 

Zweite Schadenersatzklage der Gelita AG vor dem Heidelberger Landgericht.

Erneut hat das Landgericht eine Schadenersatzklage des Eberbacher Gelatineherstellers gegen zwei Vorstände und vier Aufsichtsräte in Höhe von 29 Millionen Euro abgewiesen. Auch eine Schadenersatzklage gegen den Mehrheitsaktionär in Höhe von 39 Millionen Euro wies 12. Kammer für Handelssachen ab.

Die Kläger warfen der Firmenspitze vor, eine Beteiligung am Eberbacher Pharmaunternehmen R. P. Scherer deutlich unter Preis veräußert zu haben.

Statt zum Wert von mindestens 80 Millionen Euro brachte der Verkauf an das US-Unternehmen Catalent im Jahr 2012 43 Millionen Euro ein. Damit habe man dem heutigen Mehrheitsaktionär Mittel für den Kauf eines Teils der Aktien eines anderen Familienstamms verschaffen wollen.

Wie bei einer vorangegangenen Entscheidung, wies das Landgericht auch die erneute Schadenersatzklage, die den Mehrheitsaktionär einschloss, am Mittwoch ab.

Die Richter sahen keine „Pflichtverletzung der Vorstände und Aufsichtsräte im Rahmen der Unternehmensführung.“ Nach Ansicht der Kammer haftet auch der Mehrheitsaktionär nicht.

Das Urteil ist nichts rechtskräftig. Gelita kann innerhalb eines Monats Berufung einlegen. Die Berufung der ersten abgewiesenen Teilklage liegt derzeit beim Oberlandesgericht in Karlsruhe.

rmx

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