Kippen, Kondome und Flaschen

Putzaktion im Emmertsgrund: Helfer machen Stadtteil sauber

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Fast 20 freiwillige Helfer sammeln den Müll im Stadtteil Emmertsgrund auf.

Heidelberg-Emmertsgrund - Frühjahrsputz auf dem Emmertsgrund - und weil es da keinen Grund gibt, nicht mitzumachen hat auch HEIDELBERG24 fleißig Müll gesammelt.

Es ist wirklich unglaublich, wie viel Müll die freiwilligen Helfer gesammelt haben! Klar, kann jedem einmal ein Taschentuch herunterfallen - oder ein Bonbonpapier. Es kann auch vorkommen, dass ein Müllsack vom Wind weggeblasen wird und sich der Inhalt in der Gegend verteilt. Was wir aber an manchen Stellen im Emmertsgrund findet, das geht auf keine Kuhhaut. Fast 20 Teilnehmer haben in zwei Stunden den Stadtteil sichtbar sauberer gemacht.

Dass das nicht so sein muss, da sind sich viele Bewohner des Emmertsgrunds einig und haben am Samstagvormittag gemeinsam angepackt und sind mit Müllgreifern und -Säcken durch Ihr Wohngebiet gegangen, um so viel von dem Unrat wie nur möglich einzusammeln.

Auch die Temperatur ist kein Grund zu Hause zu bleiben: Schnell automatisieren sich die Handgriffe und man wird immer flinker. Genauso schnell wird es einem von der doch etwas ungewohnten Bewegung warm.

Kippen, Flaschen und Kondome: Das finden die Helfer beim Putzen!

Sogar ein Teppich wird auf die Straße geworfen

Dass ausgerechnet am Zigarettenautomat die meisten Kippenstummel herumliegen verwundert kaum: JA, das verrotte! „Aber“, fragt Mechthild Stein von der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg „was denken Sie, wie lange das dauert? - Sechs bis acht Monate...“

Peter Lerche kennt „seinen Stadtteil“ recht gut. Er ist als Student hierher gezogen und dem Emmertsgrund treu geblieben. Daher kennt er auch die ganzen „begehbaren Mülleimer“, wie er sagt und zeigt uns Ecken, wo sich die Frage aufdrängt: „Wer macht denn sowas?“

Ein zusammengerollter Teppich, der ist wohl niemandem versehentlich aus der Jackentasche gefallen. „Aber es ist in den vergangenen Jahren besser geworden, es liegt doch weniger rum als früher“ sagt er.

‚Geht nicht gibt’s nicht‘ - das gilt auch für den Unrat den man hier findet: Zigarettenstummel, ab und zu auch ein Geldstück, Kleidung, pfandfreie Einwegflaschen, Reste von Haschzigaretten, Kondome.

Auch wenn alle wissen, dass der Emmertsgund dadurch nicht dauerhaft sauber ist, bleibt das Gefühl, dass man genau das Richtige gemacht hat. Denn schließlich will man sich in seinem Stadtteil auch wohlfühlen. Und so eine Aktion verbindet.

chr

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