Standorte werden geprüft

Schicksal des Betriebshofs: Entscheidung vertagt!

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Entscheidung über den Betriebshof um ein Jahr verschoben

Heidelberg - Wird der Betriebshof bald an den Ochsenkopf ziehen? Diese Frage wollten die Stadträte auf der Gemeinderatssitzung beantworten. Doch sie verschieben die Entscheidung …

Was passiert mit dem Betriebshof der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV)

Schon seit einigen Wochen beschäftigt sich die Stadt Heidelberg mit dem Umzug des Betriebshofs. Ein möglicher Standort für einen Neubau wäre eine Freifläche am Ochsenkopf.

44 Räte dafür, zwei dagegen, eine Enthaltung

Am Donnerstag haben die Fraktionen in der Gemeinderatssitzung entschieden, dass die Frage nach einer Standortverlagerung erst im Jahr 2018 beantwortet werden soll.

Laut der SPD-Fraktionsvorsitzenden Prof. Dr. Anke Schuster steht die „Sorgfalt“ an erst Stelle, daher spricht sie sich für einen längeren Entscheidungsprozess aus. Dieser Prozess wird sich dann bis Februar 2018 ziehen

In dieser Zeit sollen weitere Standorte geprüft und ein umfangreiches Entwicklungskonzept für Bergheim erstellt werden. Außerdem soll in den nächsten Wochen eine Bürgerbeteiligung stattfinden. 

Laut Schuster habe sich die SPD mit der RNV und der HSB auseinandergesetzt und versucht eine gemeinsame Lösung zu finden. „Wir wollen die Lebensqualität in Bergheim-West erhöhen“, erklärt sie in der Sitzung.

Auch die Fraktion der Grünen stimmt der längeren Planungsphase zu. Man solle „sich ausreichend Zeit nehmen, um eine gründliche und zukunftsfähige Entscheidung zu treffen“, so die Fraktion in einer Pressemitteilung. „Dass es für den Betriebshof nun nur zwei Alternativstandorte gibt, ist dem von der Verwaltung ausgeübten Druck geschuldet“, schreibt sie weiter. Auch zum Großen Ochsenkopf haben die Grünen eine klare Meinung: „Der Ochsenkopf ist für uns nicht nachvollziehbar“, sagt Manuel Steinbrenner während der Sitzung entschieden.

Das sieht die CDU etwas anders. Sie befürwortet den Großen Ochsenkopf als neuen Standort für den Betriebshof. Für die Partei ist es der beste Ort für einen neuen „Schlafplatz und eine neue Werkstatt für die Straßenbahnen“, so Alexander Föhr

Diese Entscheidung wird allerdings nicht von allen hingenommen. So beschwert sich Stadtrat Michael Eckert (FDP), dass die weitere Planung einen „sechsstelligen Betrag kosten wird“, den am Ende die Steuerzahler begleichen müssen. Außerdem ist die Verlängerung der Planung „unzumutbar“ für die Menschen auf dem Betriebshof.

Und was ist mit der Fördersumme von 10 Millionen Euro, die das Land für einen Betriebshofneubau in Aussicht gestellt hat? Schon im Haupt- und Finanzausschuss am 8. Februar appellierten Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner und Finanzbürgermeister Hans-Jürgen Heiß an die Stadträte, dass das Geld ungemein wichtig für das Projekt sei (WIR BERICHTETEN). 

Mit dem aktuellen Beschluss kann die RNV ihre Planungen für einen Neubau am Ochsenkopf weiter vorantreiben. Zeitgleich wird die Stadt ein Entwicklungskonzept  für Bergheim-West erarbeiten.

Zukunft des Betriebshofs unklar

Falls im Februar die Entscheidung dann doch auf den Großen Ochsenkopf fällt, will die SPD, dass „mindestens 40 Prozent der Gesamtfläche (des aktuellen Standorts) als Grünfläche und weitere 40 Prozent als preisgünstige Wohnungen genutzt werden“, erklärt Schuster. 

Diesen Vorschlag findet wiederum bei der FDP keinen Anklang, die das Gelände an der Bergheimer Straße weiter gewerblich genutzt sehen will: „Entweder soll es von der RNV oder einer anderen Firmen genutzt werden“, so Eckert. Damit soll die Heidelberger Wirtschaft weiter angekurbelt werden.

Ob also der Betriebshof am aktuellen Standort bleibt oder vielleicht an den Großen Ochsenkopf zieht, ist weiterhin völlig unklar. Eine endgültige Entscheidung soll dann erst im Februar 2018 fallen.

>>> Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss: Betriebshof zieht wohl nicht an den Ochsenkopf

jol

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