Heidelberg-Studie 2016

Heidelberger zufrieden – wenn der Verkehr nicht wär'

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Heidelberg kommt in der Heidelberg-Studie 2016 erneut gut weg. 

Heidelberg - Zum elften Mal hat die Stadt Heidelberg ihre Bürger zu verschiedenen Themen befragen lassen. Die Ergebnisse der Heidelberg-Studie 2016 im Überblick: 

Keine Überraschung: Der Verkehr ist für die Heidelberger nach wie vor das dringlichste Problem der Universitätsstadt.

Das geht aus der Heidelberg-Studie 2016 hervor, die am Mittwoch im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss präsentiert wurde. Für die Studie befragte die ‚Forschungsgruppe Wahlen Telefonfeld‘ vergangenen November 1.028 Heidelberger.

Wie auch in den Vorjahren belegt der Verkehr mit 50 Prozent der Nennungen den Spitzenplatz der „Wichtigsten Probleme“ in Heidelberg. Das Thema legte damit im Vergleich zu 2016 um 10 Prozentpunkte zu. Auf den Plätzen folgen Wohnungsmarkt/Mieten (19 Prozent) und Flüchtlinge/Ausländer/Integration (10 Prozent). 

Weitere wichtige Themen für die Bürger sind fehlende Einkaufsmöglichkeiten, Fragen zur Konversion, das Verhalten der Radfahrer, Lärmbelästigung, Kriminalität, Stadtentwicklung, Fragen zu Bildung und Schule, die Kinderbetreuung, Kultur und Kulturpolitik sowie verschiedene weitere Bereiche.

Auffällig: Während für Bewohner der östlichen Stadtteile Schlierbach und Ziegelhausen der Verkehr überdurchschnittlich oft das größte Problem in Heidelberg ist (73 Prozent), stehen in den zentralen und nördlichen Stadtteilen (Altstadt, Weststadt, Bergheim, Bahnstadt, Neuenheim, Handschuhsheim) die Themen Wohnungsmarkt und Mieten etwas stärker im Fokus (19-23 Prozent).

Heidelberger fühlen sich wohl in ihrer Stadt

Insgesamt kommt die Stadt bei ihrer Bevölkerung sehr gut weg. 

78 Prozent der befragten Bürger fühlen sich mit Heidelberg stark verbunden, 68 Prozent fühlen sich sehr wohl. Dabei hängt das Wohlfühlen im eigenen Stadtteil stark vom Alter des Befragten ab. In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen fühlen sich 56 Prozent in ihrer Wohngegend sehr wohl, bei den 40- bis 49-Jährigen sind es 64 Prozent, bei den über 70-Jährigen sind es 82 Prozent.

Am besten gefällt es den Heidelbergern in den nördlichen (Neuenheim, Handschuhsheim) und östlichen (Ziegelhausen, Schlierbach) Stadtteilen (81 bzw. 74 Prozent), während sich nur 56 Prozent der Bewohner Kirchheims und Pfaffengrunds in ihrer Wohngegend sehr wohl fühlen.

Mit dem Angebot an Lebensmittelgeschäften sind 80 Prozent der Heidelberger in ihrem Stadtteil zufrieden. Während in Neuenheim und Handschuhsheim (93 Prozent) und Kirchheim, Pfaffengrund und Wieblingen (91 Prozent) gibt es die höchsten Zufriedenheitswerte. Das Angebot an Lebensmittelgeschäften stellt Bewohner in Schlierbach, Ziegelhausen, Altstadt, Weststadt, Bahnstadt und Bergheim nur 64 Prozent) zufrieden.

Beliebtestes Verkehrsmittel in Heidelberg: das Fahrrad

Heidelberger bewegen sich in der Stadt am häufigsten mit dem Fahrrad (34 Prozent) oder den öffentlichen Verkehrsmitteln (28 Prozent). Nur etwas mehr als ein Viertel der Bewohner nutzen in der Stadt das Auto (26 Prozent). Immerhin jeder Zehnte bewegt sich in Heidelberg zu Fuß. 

Auch die Nutzung des Verkehrsmittels unterscheidet sich zwischen den Stadtteilen. 63 Prozent der Bewohner von Schlierbach und Ziegelhausen nutzen das Auto, wenn sie in Heidelberg unterwegs sind. Auf öffentliche Verkehrsmittel greifen in Heidelbergs Osten 24 Prozent zurück, ‚nur‘ acht Prozent nutzen den Drahtesel. Das Fahrrad ist hingegen in Neuenheim und Handschuhsheim das beliebteste Verkehrsmittel (55 Prozent). Hier halten sich das Auto und öffentliche Nahverkehr mit jeweils 18 Prozent die Waage.

Das Angebot der ÖPNV halten 69 Prozent für ausreichend, knapp ein Viertel der Befragten sieht noch Handlungsbedarf.

Beurteilung der Stadtpolitik

Die Arbeit von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner bewerten 70 Prozent der Befragten als ‚eher gut‘. ‚Eher schlecht‘ kommt das Stadtoberhaupt nur bei 13 Prozent weg. Mit der Arbeit des Gemeinderats sind fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) zufrieden. ‚Sehr wichtig‘ finden 91 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass die Bewohner sich über Bürgerbeteiligung in der Kommunalpolitik beteiligen können. 

Prinzipiell geben die Befragten an, sich sehr für Politik (55 Prozent) und Stadtgeschehen (59 Prozent) zu interessieren. Das Interesse an Kommunalpolitik fällt mit 37 Prozent deutlich geringer aus. 

Bewertung der wirtschaftlichen Situation

Die wirtschaftliche Lage in Heidelberg beurteilen 88 Prozent der Teilnehmer als (sehr) gut. Als „sehr wichtig“ erachten 93 Prozent der Befragten die Rolle von Firmen und Unternehmen für den Wohlstand der Stadt. 85 Prozent verbinden mit den ortsansässigen Unternehmen und Firmen „etwas Gutes“.

Auch die wirtschaftlichen Kontextbedingungen in Heidelberg schneiden gut ab: 79 Prozent sehen in Heidelberg gute Weiterbildungsmöglichkeiten. Das Arbeitsplatz- und Ausbildungsplatzangebot bewerten 64 Prozent bzw. 62 Prozent als gut. Immerhin 60 Prozent der Befragten finden die Höhe der gezahlten Löhne/Gehälter gut.    

Beim Blick in die Zukunft wünschen sich die Befragten mehr/bessere/sichere Arbeitsplätze (15 Prozent), mehr/bessere Ausbildungsplätze (6 Prozent), eine bessere Verkehrssituation (6 Prozent).

Mehr zum Thema

>>> Das sind die Ergebnisse der Heidelberg-Studie 2015

rmx 

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