Fütterungs-Zeit

Was essen die Tiere im Heidelberger Zoo?

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280 Kilo Fisch werden pro Woche an die Robben verfüttert.

Heidelberg - Kiloweise Obst, Gemüse und Fisch – Die Tiere im Heidelberger Zoo sind echte Gourmets. Doch mögen die Äffchen wirklich nur Bananen und was mögen eigentlich die Robben?

Jedes Kind weiß: Die kleinen Rhesusaffen fressen am liebsten Bananen. Aber stimmt das eigentlich? 

Anke Jacob, Leiterin des Affenreviers im Heidelberger Zoo, weiß das ganz genau. Seit 12 Jahren ist sie jetzt schon im Heidelberger Zoo und hat sich auf die Pflege der Affen spezialisiert. Sie bestätigt: „Natürlich fressen auch die Rhesusaffen, wie alle Affenarten, gerne Bananen. Sie lieben alles was süß ist.“

Die Rhesunsäffchen lieben süße Bananen.

Das kann aber nicht alles sein. „Wir achten auf eine ausgeglichene Ernährung der Tiere. Zusätzlich zu verschiedenen Obstsorten füttern wir viele Gemüsearten“, ergänzt Jakob. 

Die 25 Rhesusaffen, die aktuell im Heidelberger Zoo wohnen, erhalten jeden Tag 20 Kilo Obst und Gemüse, verteilt auf drei tägliche Mahlzeiten. Abwechslung muss ja sein.

Leider kommt es auch immer wieder vor, dass Besucher versuchen, die Aufmerksamkeit der Tiere mit vermeintlichen Leckereien auf sich zu ziehen. Dann steht plötzlich auch Schokolade und Eis auf dem Speiseplan. Über dieses Verhalten kann die Pflegerin nur den Kopf schütteln. „Die Tiere lernen sehr rasch, dass es Leckereien gibt, wenn sie betteln. Dieses Bettelverhalten führt zu Futterneid und provoziert Aggressionen unter den Artgenossen.“

Bei den Rhesusaffen herrscht beispielsweise eine strenge Rangordnung: „Bekommt ein rangniedrigeres Tier einen Leckerbissen und die anderen nicht, führt das zu Streit – da kann es durchaus auch zu Verletzungen kommen.“ Diese Risiken werden von den Besuchern leider oft unterschätzt. 

Auch wird die Menge und Zusammenstellung des Futters für die Tiere genau berechnet. So bekommen beispielsweise die Robben gut 280 Kilo Fisch pro Woche. Die Mahlzeit setzt sich aus Heringen und Sprotten zusammen – natürlich werden nur MSC zertifizierte Produkte ausgewählt. Weitere Fütterungen durch die Besucher sind einfach nicht vorgesehen. 

Mhhhh lecker – das ist mal ein „Frucht-Eis“.

Natürlich wollen die Besucher ihre Lieblingstiere auch in Aktion sehen: Daher werden alle Tiere im Heidelberger Zoo über den ganzen Tag verteilt in kleinen Rationen gefüttert. Dabei können sie auch gerne beobachtet werden. 

„Unser Slogan "Leben live erleben" beinhaltet letztlich auch, dass den Besuchern, wo immer möglich, ein offener Kontakt zu den Tieren ermöglicht wird und sie das Verhalten der Tiere in unterschiedlichen Situationen studieren können. Dabei ist es zum Wohl der Tiere wichtig, dass Absperrungen und Gebote eingehalten werden.“ betont Zoo-Direktor Klaus Wünnemann. 

Wer die Tiere dennoch gerne selbst füttern will, kann das im Heidelberger Zoo an ausgewiesenen Stellen tun. Beim Streichelzoo, bei der Löwenanlage und am Flamingosee befinden sich spezielle Tierfutterspender. Dort können Besucher Futter kaufen, um Ziegen, Schafe, Enten und Fische zu füttern. Dieses Futter ist gesund und von der Menge an den Ernährungsplan angepasst.  

Zusätzlich können über die Zooschule Sonderführungen mit Zoo-Rangern gebucht werden. Dann ist es auch den einzelnen Besuchern möglich, live bei der Fütterung dabei zu sein und auch mal selbst aktiv zu werden. 

Zoo Heidelberg/mk

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