Dreiste Betrüger treiben ihr Unwesen

Trickbetrüger erbeuten 30.000 Euro von Heidelberger Senior mit perfider Masche

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Falsche Polizisten betrügen Senior um 30.000 Euro (Symbolbild)

Heidelberg-Neuenheim - Trickbetrug bei Senior: Falsche Polizeibeamten zocken 30.000 Euro mit dreister Masche ab. Polizei warnt vor Betrügern in der Region.

Es geht kaum dreister: Am Dienstag und Mittwoch (25. und 26. Juni) wird ein Senior mehrfach von einem vermeintlichen Polizisten aus dem Raubdezernat Heidelberg angerufen. Dieser erklärt dem älteren Heidelberger, dass man seinen Namen und Adresse auf dem Notizblock eines gefassten Räubers gefunden habe und dass seine Wertsachen in Gefahr seien!

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Als der Betrüger erfährt, dass der Mann seine Wertsachen bei der Bank hat, treibt er es auf die Spitze: Bei der Bank gäbe es einen „Maulwurf“, der es auf den Schmuck und die Münzen des Seniors abgesehen habe. Der Mann soll schnellstmöglich sein Wertfach bei der Bank leeren und damit Nachhause gehen. Der falsche Polizist verspricht dem Senior sogar Personenschutz – er müsse sich nur melden, sobald er daheim ist!

Dreister Trickbetrug: Falsche Polizeibeamte erbeuten Schmuck und Münzen im Wert von 30.000 Euro in Heidelberg

Der Plan des Betrügers geht auf: Der Senior ruft den falschen Polizisten an, der kurzerhand bei ihm vor der Haustür steht. Dieser erklärt dem Mann, dass die Staatsanwaltschaft die Wertgegenstände auf „Echtheit“ prüfen müsse. Leichtgläubig übergibt er ihm sein Hab und Gut und der falsche Polizist macht sich damit aus dem Staub und ist seitdem nicht aufzufinden.

Die Polizei Heidelberg hat folgende Ratschläge, um sich vor Trickbetrüger zu schützen:

  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge oder Wertsachen bitten.
  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an. Das tun nur Betrüger!
  • Sind Sie sich unsicher, wählen Sie die Nummer 110. Benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Betrügern landen.
  • Sie können sich aber auch an das örtliche Polizeirevier wenden. Erzählen Sie den Beamten von den Anrufen.
  • Am besten ist, wenn Sie die Nummer Ihrer örtlichen Polizeibehörde sowie die Notrufnummer 110 griffbereit am Telefon haben, damit Sie sie im Zweifelsfall selber wählen können.
  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keinesfalls unhöflich!

Legen Sie den Hörer auf, wenn:

  • Sie nicht sicher sind, wer anruft.
  • Sie der Anrufer nach persönlichen Daten und Ihren finanziellen Verhältnissen fragt, z.B. ob Sie Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände im Haus haben.
  • Sie der Anrufer auffordert, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände herauszugeben, bzw. Geld zu überweisen, insbesondere ins Ausland.
  • Sie der Anrufer unter Druck setzt. 
  • Der Anrufer Sie dazu auffordert, zu Fremden Kontakt aufzunehmen, z.B. zu einem Boten, der Ihr Geld und Ihre Wertsachen mitnehmen soll.
  • Auf eines ist Verlass: Die Dreistigkeit von Trickbetrügern lässt sich immer wieder toppen. So will am Freitag (12. Juli) eine 20-Jährige in Kaiserslautern ein Auto in einem Autohaus kaufen. Als sie 15.000 Euro in Bar zückt, wird der Verkäufer allerdings skeptisch – die Scheine fühlen sich komisch an.

    pol/mw

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