1. Heidelberg24
  2. Heidelberg

Feierbad Heidelberg: Jugendgruppe widerspricht Stadt – „Kein Austausch“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Florian Römer

Kommentare

Jugendliche tanzen im „Feierbad“ im Heidelgarden in Heidelberg.
Jugendliche tanzen im „Feierbad“ im Heidelgarden. © Philipp Rothe

Heidelberg - Vergangene Woche teilte die Stadt mit, die „Feierbad“-Reihe werde in Veranstaltungshäusern fortgesetzt. Vertreter der Jugend zeigen sich irritiert:

In Kürze will die Stadt Heidelberg ein Alkoholverkaufsverbot für Teile der Altstadt in Kraft setzen. So möchte man gegen Vermüllung, Ruhestörung und andere Ordnungswidrigkeiten in Heidelberg vorgehen. Zusätzlich kündigte die Verwaltung vergangene Woche an, dass die „Feierbad“-Reihe in Veranstaltungshäusern fortgesetzt werden soll. Dazu habe es auch „vielfach Dialoge mit Vertretern der Jugendlichen“ gegeben, hieß es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Eine Jugendgruppe, die das „Feierbad“ auf dem Gelände des Heidelgarden im Sommer mit gestaltet und organisiert hat, widerspricht allerdings der Darstellung der Stadt Heidelberg: „Den Austausch mit der Jugend gab es so nicht“, schreibt Malte Metzner im Auftrag der Jugendgruppe „Feierbad“. Mit dem letzten Wochenende des Feierbads am 4. September „endete auch das Interesse der Stadt an unserer Mitarbeit und Mitgestaltung.

StadtHeidelberg (Baden-Württemberg)
Einwohnerzahl161.485 (Stand: 31. Dezember 2019)
Fläche108,8 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: „Feierbad“-Jugendgruppe kritisiert Verwaltung ‒ „Nicht dazu gelernt“

Mit dem von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner angedachten Alkoholverkaufsverbot in der Altstadt seien „Errungenschaften gegen alte Muster ausgetauscht“ worden. „Mit Bedauern“ stelle man fest, dass die Stadt mit Blick auf die Bedürfnisse junger Menschen „nicht dazu gelernt“ habe, so die Jugendgruppe. Die angespannte Situation in Heidelberg nach den Krawallen am Pfingstwochenende habe man erst durch „rege Zusammenarbeit“ mit den Jugendlichen bewältigen können.

Übrigens: Unser HEIDELBERG24-Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles Wichtige, was in Deiner Stadt und Region passiert.

Die ausufernde Situation an der Alten Brücke kommt aus Sicht der Jugendgruppe derweil „mit Ansage“. Es sei zu erwarten gewesen, dass „besonders während des Semesterstarts das bereits knappe Angebot nicht reichen würde. Mit Planung und einem rechtzeitigen Austausch hätte man der Situation entgegenwirken können“, schreibt Metzner. Deswegen fordert die Jugendgruppe die Stadt dazu auf, wieder „Kontakt mit uns aufzunehmen“. (rmx)

Auch interessant

Kommentare