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Feierbad Heidelberg: Jugendgruppen fordern Zelt-Variante am Heidelgarden

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Von: Florian Römer

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Jugendliche tanzen im „Feierbad“ im Heidelgarden in Heidelberg.
Jugendliche tanzen im „Feierbad“ im Heidelgarden. © Philipp Rothe

Heidelberg - Wie wird das „Feierbad“ fortgesetzt? Und wo? Darüber streiten Gemeinderat und Stadtverwaltung. Jugendliche haben einen klaren Favoriten für die Winter-Edition:

Jugendgruppen und Nachtbürgermeister in Heidelberg wollen, dass das „Feierbad“ über die Wintermonate am bisherigen Standort fortgesetzt wird. Dafür soll am Heidelgarden ein Zelt errichtet werden, fordert die „Organisationsgruppe Feierbad“. Die „Winter-Edition“ des Feierbads soll wie im Sommer unter aktiver Beteiligung von Jugendvertretern organisiert werden, fordern junge Heidelberger. So lasse sich eine hohe Akzeptanz bei der Zielgruppe sicherstellen. Eine Zelt-Variante ist aus Sicht der Stadtverwaltung zu teuer. Sie will die Feierbad-Reihe über den Winter in Veranstaltungshäusern fortführen.

StadtHeidelberg
Einwohnerzahl158.741 (31. Dez. 2020)
Fläche108,84 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)
Durchschnittsalter Bevölkerung40,7 (Stand: Oktober 2021)

Feierbad Heidelberg: Jugendliche wollen Winter-Edition mit Zelt

400.000 Euro würde ein Zelt als Veranstaltungsort für das Feierbad kosten, hat die Stadt Heidelberg kürzlich errechnet. Für manche Stadträte liegen die zu erwartenden Kosten für die Zeltvariante allerdings deutlich niedriger. Ein Feierbad im Zelt am bekannten Standort garantiere eine „hohe Frequenz an attraktiven Veranstaltungen für Jugendliche ab 16 Jahren“, argumentieren die Jugendvertreter am Montag (22. November). Geht es nach den Jugendvertretern, soll die Winter-Edition des Feierbads am 7. Januar 2022 starten. Wenn es die Corona-Situation zulässt, soll es dann an 17 Wochenenden jeweils freitags und samstags 34 Veranstaltungen geben.

Mehrere Personen tanzen vor einer Bühne.
Im Sommer feierten rund 10.000 Jugendliche im Feierbad. © TOBIAS DITTMER

Zu bestehenden Einrichtungen und Clubs sei das Feierbad keine Konkurrenz, so die Jugendlichen, „da es de facto keine attraktiven Angebote zum Feiern für junge Menschen gibt. Wir wünschen uns zusätzlich unbürokratische und schnelle Förderungen für Clubs und Einrichtungen, die gerne Angebote für Jugendliche (ab 16 Jahren) anbieten möchten und sehen unsere Entscheidung für die Zeltvariante nicht als ‚entweder-oder-Lösung‘, sondern als ‚sowohl-als-auch-Beschluss‘.

Wir brauchen schnellstmöglich eine Winter-Edition für das Feierbad“, erklärt Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (parteilos) zuletzt. „Ich finde: Wir brauchen kein perfektes Angebot irgendwann mal in der Zukunft. Wir brauchen ein gutes Angebot, das noch in diesem Jahr startet. Ob in einem Zelt oder mit einer anderen Lösung, das ist für mich zweitrangig. Es liegen konkrete Vorschläge auf dem Tisch. Ich bin mir sicher, dass wir uns auf eine gute Lösung verständigen können.“ Bei der Verwaltung arbeite man darauf hin, unmittelbar nach der entscheidenden Gemeinderatssitzung am 9. Dezember in die Umsetzung zu gehen.

Feierbad Heidelberg: Auch Jusos und SPD für Zelt-Variante

In den Sommermonaten feierten rund 10.000 junge Menschen an sechs Wochenenden im Feierbad. „Viele Clubs in Heidelberg haben geschlossen oder Angebote sind für junge Leute schlicht zu teuer“, sagt Jens Ritter von den Jusos. „Für uns war es daher unverständlich, dass die Stadt eine Fortführung des Feierbad21 auf dem Gelände des Schwimmbadclubs abgelehnt und auch keine Alternativen aufgezeigt hat und mit uns Jugendverbänden auch nicht darüber sprechen wollte.

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Eine Fortsetzung der Feierbad-Reihe in Veranstaltungshäusern, wie von der Stadt vorgeschlagen, lehnen die Jusos ab: „Wir wollen mit dem Feierbad21 das ohnehin geringe Angebot erweitern und nicht umschichten. Während Locations wie die Halle02 oder der Karlstorbahnhof vorwiegend Studierende ansprechen, soll das Feierbad21 ein günstiges Angebot für Jugendliche ab 16 Jahren schaffen. Daher sprechen wir uns für eine Fortführung mit Zelt auf dem Gelände des Schwimmbadclubs aus.“ Das Maßnahmenpaket Junges Heidelberg und mögliche Finanzierungsfragen einer Zelt-Variante werden am Dienstag (23. November, 17:30 Uhr) im Haupt und Finanzausschuss besprochen. (rmx)

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