1. Heidelberg24
  2. Heidelberg

Heidelberg: „Feierbad“-Reihe soll in Veranstaltungshäusern weiter gehen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Florian Römer

Kommentare

Mehrere Personen tanzen vor einer Bühne.
Die „Feierbad“-Reihe soll in Veranstaltungshäusern fortgesetzt werden. © TOBIAS DITTMER

Heidelberg - Damit junge Menschen in der Universitätsstadt weiter gemeinsam Partymachen können, gibt es das „Feierbad“. Das Konzept soll jetzt weitergeführt werden:

Für Jugendliche und junge Erwachsene wird es in Heidelberg künftig mehr Optionen für gemeinsame Feiern geben. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hatte hierfür eine Arbeitsgruppe gegründet, in der neben Vertretern der Stadtverwaltung auch die Nachtbürgermeister und Heidelberg Marketing zusammengearbeitet haben. Zudem gab es vielfach Dialoge mit Vertretern der Jugendlichen. In ihrer Sitzung am Mittwoch (27. Oktober) einigten sich die Beteiligten auf folgende Punkte:

Heidelberg: „Feierbad“ soll in Veranstaltungshäusern fortgesetzt werden

Das im Sommer 2021 erfolgreich etablierte „Feierbad”-Konzept wird fortgesetzt – und zwar in bestehenden Veranstaltungshäusern. Gespräche mit mehr als zehn Betreibern haben stattgefunden. Mit zunächst vier werden die Gespräche bereits Anfang November konkretisiert. Die Stadt unterstützt das Angebot für die Jugendlichen mit einem „Service-Paket“ über die Heidelberg Marketing GmbH. Über das Paket wird den Veranstaltungshäusern kostenfrei das Service- und Sicherheitspersonal zur Verfügung gestellt, das für die Jugendveranstaltungen benötigt wird. Das Paket beinhaltet auch Beratung zur Umsetzung der geltenden Hygieneregeln.

StadtHeidelberg (Baden-Württemberg)
Fläche108,8 km²
Einwohnerzahl161.485 (Stand: 31. Dezember 2019)
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner

Die Stadt wird außerdem eine Liste veröffentlichen, welche Möglichkeiten die Jugendkultur bereits bietet. Welche Locations kann man für die eigene Party mieten? Welche Feier-Angebote speziell für Jugendliche gibt es bereits und zu welchen Konditionen? Die Informationen werden zeitnah auf der Homepage der Stadt Heidelberg und über soziale Medien bekanntgemacht.

Heidelberg: Kein Party-Provisorium ‒ aber Stadt weitet Förderung aus

Die Überlegung, eine provisorische Veranstaltungsstätte – beispielsweise in Form eines Zeltes zu schaffen – wird nicht weiter verfolgt. Diese Lösung wäre mit einem mittleren sechsstelligen Betrag deutlich teurer als die Unterstützung von Veranstaltungen in bestehenden Häusern. Weiterer Vorteil der jetzt beschlossenen Lösung: Die Stadt Heidelberg weitet damit ihre Förderung für die bestehenden Veranstaltungshäuser aus und unterstützt damit die Club-Szene anstatt ihr mit einer städtisch finanzierten Spielstätte noch Konkurrenz zu machen.

Übrigens: Unser HEIDELBERG24-Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles Wichtige, was in Deiner Stadt und Region passiert.

Die Corona-Pandemie hat Jugendliche und junge Erwachsene besonders hart getroffen. Es gibt ein großes Bedürfnis, Versäumtes nachzuholen. Das ist verständlich. Wir mussten feststellen, dass es dafür in Heidelberg zu wenig Angebote gibt – obwohl wir geeignete Räume haben. Das muss sich ändern“, erklärt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. „Mit dem ‚Feierbad 21‘ hatten wir im Sommer ein tolles Format. Ich bin froh, dass wir dieses Veranstaltungskonzept nun an anderen Orten anbieten können – gemeinsam mit etablierten Kulturveranstaltern. Wir haben genügend Räume. Wir müssen sie nur für die Jugendlichen erschließen. Dafür haben wir jetzt ein gutes Paket geschnürt. Ich werde mich auch weiter dafür einsetzen, dass Jugendliche und junge Erwachsene solche Optionen haben. Die Altersgruppe braucht diese Angebote dringend“, so das Stadtoberhaupt weiter.

Heidelberg: Neue Angebote für junge Menschen ‒ Ende der Exzesse?

Die Stadt verbindet mit den neuen Angeboten auch die Hoffnung, dass dafür die Situation an einigen Problempunkten im öffentlichen Raum beruhigt wird. Nach den Krawallen an der Neckarwiese im Frühsommer gab es zuletzt insbesondere in der Altstadt im Bereich der Alten Brücke zunehmend Ruhestörungen, Ordnungswidrigkeiten und „nicht hinnehmbare Zustände“ angesichts von exzessivem Alkoholkonsum.

Neben einer verstärkten Präsenz der Sicherheitskräfte, sollen künftig zusätzlich spezielle Konfliktmanagerinnen und -manager eingesetzt werden. Sie sind Teil einer Awareness-Kampagne, die die bei Heidelberg Marketing angestellten Nachtbürgermeister Jimmy Kneipp und Daniel Adler konzipieren. Zudem prüft die Stadt aktuell Möglichkeiten, den nächtlichen Alkoholverkauf durch Geschäfte ab einer gewissen Uhrzeit in Teilen der Altstadt zu verbieten. (rmx/pm)

Auch interessant

Kommentare