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Heidelberg: Termin steht! Feierbad im Winter-Zelt kommt, wenn...

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Von: Florian Römer

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Mehrere Personen tanzen vor einer Bühne.
Das Feierbad überwintert in einem Zelt am Heidelgarden. © TOBIAS DITTMER

Heidelberg - Jugendgruppen hatten die Zelt-Variante gefordert, im Januar wird sie wohl kommen: Die „Winter-Edition“ des Feierbad21 steigt am Heidelgarden. Was das die Stadt kosten wird:

Update vom 14. Dezember: Die Zelt-Variante des „Feierbad“ auf dem Gelände neben dem Tiergartenbad kommt! Das hat der Gemeinderat beschlossen. Man will auch in den Wintermonaten ein niedrigschwelliges und sicheres Feierangebot für junge Menschen ab 16 Jahren schaffen, heißt es seitens der Verwaltung. Im Feierbad sollen künftig bis zu 750 junge Menschen feiern. Die Zeltvariante wird vom benachbarten Heidelgarden/Heidelbeach betrieben. Organisiert werden die Veranstaltungen unter der Federführung von Heidelberg Marketing in enger Kooperation mit den Nachbürgermeistern, dem Jugendgemeinderat, dem Stadtjugendring und den politischen Jugendorganisationen.

StadtHeidelberg
Einwohnerzahl158.741 (31. Dez. 2020)
Fläche108,84 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Wenn es die Corona-Situation zulässt, soll es zwischen 7. Januar und 30. April 2022 an 17 Wochenenden 34 Veranstaltungen geben. Betriebszeiten des Feierbad sind jeweils von 19 Uhr bis Mitternacht. Für Personal, Technik und Lärmüberwachung sind Ausgaben von rund 300.000 Euro eingeplant. Mögliche Einnahmen aus Ticket- und Getränkeverkauf sind nicht eingerechnet. Parallel zu Veranstaltungen soll es für Jugendliche im Feierbad auch ein Impfangebot geben.

Ich bin froh, dass der Gemeinderat fraktionsübergreifend ein Zeichen gesetzt hat und dieses wichtige Angebot für junge Menschen in unserer Stadt unterstützt. Denn die Jugendlichen haben klar signalisiert, dass sie sich dieses zusätzliche Angebot in Heidelberg auch weiterhin wünschen. Die Pandemie schränkt junge Menschen in einem Lebensabschnitt ein, in dem viele sich nach Freiheit, Ausgelassenheit und Gemeinschaft sehnen. Sobald es die Corona-Situation zulässt, wollen wir jungen Menschen etwas von diesem Lebensgefühlt zurückgeben und ein entsprechendes Angebot am Start haben“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

Heidelberg: Awareness-Kampagne und Konfliktlotsen in der Altstadt

Vor allem in der Altstadt soll zudem eine Awareness-Kampagne für Entspannung sorgen. Die Kampagne wurde von den Nachtbürgermeistern erarbeitet und soll auf die unterschiedlichen Bedürfnisse im öffentlichen Raum aufmerksam machen. Plakate, Banner, Schilder, Bierdeckel und weitere Medien sollen Feiernde in der Altstadt sensibilisieren. Außerdem sollen speziell ausgebildete Konfliktmanager zum Einsatz kommen, die niederschwellig und präventiv das Gespräch mit den Feiernden suchen. Drei Teams mit je drei Konfliktlotsen sollen so früh wie möglich die Arbeit aufnehmen. Der Gemeinderat hat für die Awareness-Kampagne (Werbemittel/Konfliktlotsen) 60.000 Euro bereit gestellt.

Im kommenden Jahr will die Kommunalpolitik über weitere Angebote für Jugendliche und über die Beteiligung des Youth Think Tank (YTT) diskutieren. Darüber soll zunächst der Jugendgemeinderat beraten, der diese Woche gewählt wird.

Heidelberg: Feierbad überwintert in Zelt – Fast 10.000 Euro pro Party

Erstmeldung vom 25. November: Hilft das, die Situation in der Altstadt von Heidelberg zu entzerren? In Sachen Winter-Quartier für die Feierbad-Reihe geht jetzt wohl doch alles schnell. Ab Januar wird das Feierbad am bisherigen Standort am Heidelgarden fortgesetzt ‒ als Zelt-Variante, wie es Vertreter von Jugendgruppen gefordert hatten. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag (23. November) mit großer Mehrheit beschlossen. Die finale Zustimmung des Gemeinderats (9. Dezember) ist eigentlich nur noch Formsache. Einem geplanten Start am 7. Januar 2022 dürfte damit nichts mehr entgegen stehen ‒ es sei, denn die Corona-Lage spitzt sich weiter zu.

Das Zelt für die „Winter-Edition“ des Feierbads wird allerdings auf die Fläche links vom Heidelgarden versetzt werden. Das Areal sei etwas größer und bereits „konzessioniert“, erklärt Nachtbürgermeister Jimmy Kneipp auf Anfrage von HEIDELBERG24. Auf der Fläche fand im Sommer das Kinderparadies statt. Auch die Betreiber-Frage des Winter-Edition ist laut Kneipp bereits geklärt.

Feierbad Heidelberg: Zelt-Variante soll 300.000 Euro kosten

Vom 7. Januar bis 30 April 2022 soll es an 17 Wochenenden insgesamt 34 Veranstaltungen geben. Angedacht sind wie im Sommer jeweils freitags und samstags (19-24 Uhr) von Jugendlichen selbst organisierte Partys. Nach Berechnungen von Heidelberg Marketing und der Nachtbürgermeister würde die Umsetzung der Zelt-Variante rund 300.000 Euro kostenpro Veranstaltung also ca. 8.800 Euro. Wie im Sommer sollen die Eintrittspreise „gering“ oder sogar frei, Getränkepreise „moderat“ sein. Etwaige Einnahmen aus Ticket- und Getränkeverkäufen sind aktuell noch nicht eingerechnet. Jede Veranstaltung wäre für bis zu 900 junge Menschen ab 16 Jahren offen.

Ich begrüße die Entscheidung, da sie eine hohe Frequenz an Veranstaltungen garantiert und ein wichtiges Signal an die Jugend ist, dass ihre Wünsche ernst genommen werden“, sagt Nachtbürgermeister Kneipp. „Ich hoffe, die Corona-Lage im Januar lässt die Winter-Edition des Feierbads zu.“ Rund 10.000 junge Menschen feierten in den Sommermonaten im Feierbad. Auch weil das Feierbad dazu beitrug, die Party-Situation auf der Neckarwiese zu entspannen, gilt das Konzept als erfolgreich. Ähnliche positive Effekte erhofft man sich bei Stadt Heidelberg, Kommunalpolitik und Anwohnern jetzt für die Lage an der Alten-Brücke.

Heidelberg: Feierbad-Reihe in anderen Veranstaltungshäusern noch teurer?

Die Stadtverwaltung hatte zunächst vorgeschlagen, die Feierbad-Reihe in Heidelberger Clubs und Veranstaltungshäusern fortzusetzen. Dazu wurden auch Gespräche mit Betreibern geführt. Als „einzige Alternative für eine temporäre Zelt-Variante in dieser Größenordnung bleibt aus Sicht der Stadt Heidelberg und Heidelberg Marketing die halle02“, heißt es in der Beschlussvorlage. Es seien „noch erhebliche Abstimmungsgespräche erforderlich“.

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Den Zuschussbedarf pro Veranstaltung in der halle02 verortet man übrigens im fünfstelligen Bereich: Rund 13.000 Euro würde man zusätzlich pro Veranstaltung fördern müssen, ergeben Kalkulationen anhand des Beispiels der „Hallen-Gymnastik“. Die Party-Reihe hatte die Zielgruppe 14-18-Jährige und fand von 20-24 Uhr statt. Nachtbürgermeister Kneipp wünscht sich indes, dass weitere Einrichtungen in Heidelberg zusätzliche Party-Angebote für junge Menschen schaffen. Notfalls müssten diese auch von der Stadt gefördert werden. (rmx)

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