Rettungskräfte behindert

Gaffer filmen junge Frau bei Rettung nach Autounfall!

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Immer wieder behindern Gaffer die Arbeit der Rettungskräfte - auch in Heidelberg. (Symbolfoto)

Heidelberg - Immer wieder wird die Arbeit der Rettungskräfte durch Gaffer gestört. Ein besonders dreistes Beispiel ist der Feuerwehr am 4. August in Erinnerung geblieben:

Im Notfall zählt im Kampf um Leben und Tod jede Sekunde: Die Einsatzkräfte müssen vor Ort ihre volle Konzentration und Kraft aufwenden, um verunglückte Personen bei Unfällen, Bränden oder anderen Unglücken zu retten und zu versorgen. Immer wieder werden Rettungskräfte in Heidelberg von Schaulustigen an ihrer Arbeit gehindert. 

Besonders schockierend: Kürzlich muss die Feuerwehr Heidelberg bei einem Verkehrsunfall am 4. August selbst erleben, wie ausgeprägt die Sensationsgier Unbeteiligter sein kann, als sie eine verletzte junge Frau aus ihrem Auto rettet.

„Zahlreiche Menschen filmten und fotografierten die Rettungsarbeiten sowie das Opfer bei der Rettung. Die Sensationsgier war dabei so groß, dass wir eine mobile Sichtschutzwand zum Schutz der verletzten Fahrerin aufbauen mussten“, sagt Holger Schlechter, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Heidelberg, und betont: „Gaffer behindern massiv die Arbeit der Rettungskräfte und gefährden dadurch Menschenleben.“

Außerdem setzen sie sich über die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen hinweg, die zum Teil schwer oder gar lebensgefährlich verletzt seien, so Schlechter weiter. Es sei unverantwortlich und völlig respektlos gegenüber den Betroffenen.

Bisher haben Gaffer mehr die Rettungskräfte bei der Arbeit fotografiert. Jedoch sei mit dem Filmen der verunfallten Frau in Heidelberg eine Grenze überschritten worden, heißt es weiter.

Die Feuerwehr appelliert an die Autofahrer, das Filmen und Fotografieren sein zu lassen und eine Rettungsgasse zu bilden. Auch das sei ein Problem: Denn unachtsame oder rücksichtslose Fahrer versperren immer wieder den Weg zum Einsatzort.

Ersthelfer sollen sich um Verletzte kümmern

Getrennt davon ist die Unterstützung für die Rettungskräfte durch Ersthelfer und Zeugen zu betrachten: Selbstverständlich sollen sich Menschen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte am Unfallort weiterhin als Ersthelfer um Verletzte und andere Betroffene kümmern und diese erstversorgen. 

Auch Zeugen sind weiterhin aufgerufen, ihre Beobachtungen mitzuteilen. Die Feuerwehr Heidelberg dankt in einer Pressemitteilung in diesem Zusammenhang ausdrücklich Ersthelfern und Zeugen für ihr wichtiges Engagement.

jab/Stadt Heidelberg

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