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Heidelberg: Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine – über 150 private Unterkunftsangebote

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Von: Florian Römer

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Die ukrainische Flagge am Heidelberger Rathaus
Die ukrainische Flagge am Heidelberger Rathaus © Stadt Heidelberg

Heidelberg - Die Zahl der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine steigt auch in der Universitätsstadt. Eine Koordinationsstelle kann bei Bedarf aktiviert werden, die Stadt erhält schon jetzt private Hilfsangebote:

Update vom 14. März: Die Zahl Hilfesuchender steigt bundesweit – auch und gerade in Heidelberg, das mit dem Erstaufnahmezentrum in der Patrick-Henry-Village ohnehin erste Anlaufstelle für Flüchtlinge aus der Ukraine ist. Tatsächlich aber bieten viele Menschen auch abseits der Verwaltungswege ihre Hilfe an.

Bislang seien circa 150 Angebote zur Aufnahme von Geflüchteten eingegangen, die jetzt von der Verwaltung auf Geeignetheit geprüft würden, so die Heidelberger Stadtverwaltung auf Anfrage von HEIDELBERG24. Etliche Angebote bezögen sich aber auf Zimmer innerhalb einer Wohnung, die eher weniger geeignet seien. Hilfreicher seien abgeschlossene Wohneinheiten mit Kochgelegenheit und Sanitäreinheit, die ein wenig Privatsphäre ermöglichten, da die Unterkünfte voraussichtlich eher längerfristig benötigt würden.

Heidelberg: Koordinationsstelle für Ukraine-Flüchtlinge eingerichtet

Erstmeldung vom 8. März: Täglich flüchten mehr Menschen vor dem Krieg in der Ukraine. 1,7 Millionen haben das osteuropäische Land bereits verlassen, schätzt das UNO Flüchtlingshilfswerk am Dienstag (8. März). Immer mehr Kriegsflüchtlinge kommen mittlerweile auch nach Deutschland. Wenn die Flüchtenden nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkommen, können sie sich auch bei Kommunen und Landkreisen direkt melden.

Auch wenn die Zahl der Hilfesuchenden in Heidelberg aktuell noch gering ist, könnte sich das kurzfristig schnell ändern. Immerhin hat das Land Baden-Württemberg in seinen Erstaufnahme-Einrichtungen mittlerweile über 1.000 Flüchtende aus der Ukraine registriert. Vor einer Woche waren es noch knapp 150. Die Stadt Heidelberg ist nach eigenen Angaben vorbereitet: In der vergangenen Woche habe man „mit Hochdruck“ eine Koordinationsstelle für ukrainische Geflüchtete eingerichtet, heißt es in einer Mitteilung.

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Fläche108,8 km²
Einwohnerzahl158.741 (31. Dez. 2020)
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Koordinationsstelle für Ukraine Flüchtlinge

Die Koordinationsstelle befindet sich auf dem ehemaligen NATO-Gelände an der Rudolf-Diesel-Straße. Bei Bedarf kann die Stelle sofort aktiviert werden. Da derzeit ab er noch wenige Menschen aus der Ukraine in Heidelberg ankommen, „ist die Inbetriebnahme der Koordinationsstelle noch nicht angezeigt“, heißt es. Aktuell ist die Koordinationsstelle insbesondere für die Menschen gedacht, die selbst private Unterkunftsmöglichkeiten in Heidelberg haben. Alle anderen können in Heidelberg am besten durch das zentrale Ankunftszentrum im Patrick-Henry-Village betreut werden. Dort werden die Kapazitäten wie in den anderen Erstaufnahme-Einrichtungen des Landes erhöht.

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Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hatte sofort am Tag nach Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine eine Task Force der Stadt Heidelberg eingerichtet und auch den Aufbau der Koordinationsstelle in die Wege geleitet. „Wir können derzeit nicht abschätzen, wie viele Menschen aus der Ukraine den Weg nach Heidelberg finden“, sagt das Stadtoberhaupt. „Wichtig ist: Wir sind vorbereitet und können helfen. Die Szenen aus diesem Krieg sind unerträglich und erschüttern uns alle. Die Hilfsbereitschaft in Heidelberg und ganz Europa ist überwältigend.“ Der Rathauschef erwartet, dass vor allem Frauen mit Kindern oder alleinreisende Kinder ankommen werden.

Heidelberg: Informationen zu Geld- und Sachspenden

Informationen zu Geld- und Sachspenden, die zugunsten der Menschen in der Ukraine gemacht werden können, hat die Stadt unter heidelberg-fluechtlinge.de zusammengefasst. Dort finden sich auch Antworten auf häufige Fragen, Informationen zu Einreise und Aufenthalt sowie Kontakte zu Ansprechpartnern bei der Verwaltung. (rmx)

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