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Heidelberg: „Fridays for Future“ ‒ Erster Klima-Protestmarsch in 2021

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Von: Florian Römer

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Rund 650 Teilnehmer kamen beim ersten Klimastreik im Jahr 2021 in Heidelberg zusammen.
Erster Klimastreik von Fridays for Future im Jahr 2021 in Heidelberg. © Fridays for Future

Heidelberg – Erstmals im Jahr 2021 geht die Klimabewegung „Fridays for Future“ in der Universitätsstadt wieder auf die Straße. Rund 650 Teilnehmer beteiligen sich am Klimastreik:

Zum ersten Mal in diesem Jahr protestiert die Klimagerechtigkeitsbewegung „Fridays for Future“ am Freitag (9. Juli) auch wieder in Heidelberg. Mehr als 650 Teilnehmer versammeln sich nach Angaben der Veranstalter am Vormittag vor der Stadtbücherei zu ersten Laufdemo im Jahr 2021. Im Rahmen des Klimastreiks will die Bewegung gegen die „mangelhafte Klimapolitik der Stadt Heidelberg“ protestieren. Über die Kurfürsten-Anlage ziehen die Demonstrierenden in einem lautstarken Protestmarsch durch die Hauptstraße bis zum Karlsplatz. Bei der Abschlusskundgebung wird Livemusik gespielt. Redner kritisieren die Klimapolitik der Stadt.

StadtHeidelberg
Einwohner160.355 (2019, Eurostat)
Fläche108,8 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Kein Interesse an echter Klimagerechtigkeit?

In der Kritik der Schüler und Studierenden steht insbesondere der kürzlich beschlossenen Haushaltsplan für 2021/2022. Auch der Klimaschutzaktionsplan der Stadt sei unzureichend, bemängelt „Fridays for Future“. Ausgenommen des Verkehrssektors kann die Stadt ihre Treibhausgasemissionen nur um 14 Prozent reduzieren, hat das IFEU-Institut jüngst berechnet.

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Heidelberg scheint kein Interesse an echter Klimagerechtigkeit zu haben. 14 Prozent Emissionsreduktion sind ein Armutszeugnis für die sogenannte Klimahauptstadt, das durch die fehlenden Ressourcen im Haushalt unterschrieben wird. Solange die 1,5°C-Grenze noch möglich ist, liegt es an reichen Städten wie Heidelberg und Ländern wie Deutschland, alle Hebel in Bewegung zu setzen!“ kommentiert Nadine Theisen, Studentin aus Heidelberg.

Fridays for Future fordert Mobilitätswende, Ausbau der Fernwärme und Sanierung städtischer Gebäude

Die Aktivisten fordern eine massive Beschleunigung der Mobilitätswende, des Ausbaus erneuerbarer Fernwärme und mindestens eine Verdopplung der Sanierungsrate inklusive städtischer Gebäude wie die der GGH. Entsprechend des Gutachtens des IFEU-Instituts sind dies die mit Abstand effektivsten klimapolitischen Instrumente der Stadt. Außerdem müsse die Umsetzung dieser Maßnahmen sozial gerecht gestaltet werden. Für alle drei Maßnahmenfelder sind aus Sicht von „Fridays for Future“ in Heidelberg wesentlich weniger Mittel im Haushalt bewilligt als notwendig.

Wir sehen weltweit, welche verheerenden Ausmaße die Klimakrise hat - und das schon heute. Gerade Länder wie Deutschland müssen ihr bestes geben, um die Katastrophe so weit wie möglich zu begrenzen. Eine der reichsten Städte wie Heidelberg hat diese Chance gerade vertan und verschiebt die Kosten ihrer Politik an die Menschen, die nichts dafür können. Das ist nicht unser Klimahaushalt“, ergänzt Studentin Darya Sotoodeh. (pm/rmx)

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