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Heidelberg: Neuer GamesHub eröffnet – „Spieleladen“ für Ärzte und Co.?

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Von: Daniel Hagen

Heidelberg - Im neuen GamesHub sollen demnächst „Serious Games“ produziert werden. Zur offiziellen Eröffnung sind OB Würzner und Ministerin Bauer zugegen.

Videospiele können mehr als nur Spaß machen. Durch sogenannte „Serious Games“ können unter anderem Ärzt:innen geschult und Therapien durchgeführt werden. Zur großen Eröffnung des GamesHub in Heidelberg kommen am Montagabend (26. Juli) auch Oberbürgermeister Eckart Würzner sowie Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Theresia Bauer im Business Development Center zusammen. In dem neuen Hub erhalten Gründerteams aus der Games-Branche die Gelegenheit, Spiele und Anwendungen im Bereich Gesundheit und Lebenswissenschaften zu entwickeln. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg – und zwar mit 110.000 Euro.

NameHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Bevölkerung160.355 (2019)
OberbürgermeisterEckart Würzner (Parteilos)

Heidelberg: GamesHub eröffnet mit OB Würzner und Ministerin Bauer

„Games, Games-Industrie. Ist das wirklich das, was wir brauchen? Viele haben völlig verkannt, dass unsere gesamte Kommunikation eigentlich über solche Sparten sich entwickelt haben, die letzten Jahre. Und ohne die wäre es gar nicht mehr möglich entsprechende Produkte auch zu bewerben oder entsprechende Techniken anzuwenden oder auch im Bildungsbereich aktiv zu werden“, erklärt Oberbürgermeister Eckart Würzner im Business Development Center in Heidelberg.

In den nächsten Monaten werden drei ausgewählte Teams ihre Ideen für „Serious Games“ umsetzen und daraus ein Start-Up machen. Dabei handelt es sich um die Teams MiKompanien, OnkoMovement und Beziehungsnavigator. Die drei Hauptverantwortlichen der Gruppen sind ebenfalls vor Ort und stellen kurz ihre Ideen vor, bevor sie von Ministerin Theresia Bauer geehrt werden.

Heidelberg: Diese Teams erstellen „Serious Games“ im GamesHub

Bei MiKompanien geht es darum, junge Krebspatient:innen bei der Diagnose und Therapie zu unterstützen. So sollen zum Beispiel Kinder, die oft in ein MRT müssen, mit einer VR-Brille darauf vorbereitet werden. Auch OnkoMovement beschäftigt sich mit jungen Krebspatient:innen, geht dabei aber in eine andere Richtung. So soll die Arbeit mit Augmented Reality Kinder bei der Reha unterstützen und ihre Fantasy dabei anregen. Beziehungsnavigator geht unterdessen einen völlig anderen Weg und will ein Spiel entwickeln, damit Jugendliche mithilfe von psychologischen Methoden in einem sicheren Rahmen ihre Beziehungsmuster analysieren und neue Muster austesten können.

„Ich glaube, dass man mit diesem Thema Serious Games einen ganz anderen Zugang zum Lernen und sich verändern entwickeln kann mit vielfältigsten Anwendungsmöglichkeiten. Und deswegen bin ich zutiefst davon überzeugt, die Ideen, die hier entstehen, haben Zukunft und vermutlich werden Sie ihnen sozusagen aus den Händen gerissen. Und ich hoffe Sie kommen auf ganz viele weitere Ideen, in dem Bereich weiterzudenken“, sagt Ministerin Theresia Bauer. Die drei Teams haben nun ein Jahr Zeit, ihre Ideen zu entwickeln und umzusetzen – hoffentlich mit einem positiven Ergebnis. (dh)

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