Am Hohen Nistler

Gedenken an Flugzeugabsturz vor 25 Jahren

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Rüsselsheim und Heidelberg gedenken der Opfer des Flugzeugabsturzes.

Heidelberg - Vor genau 25 Jahren kommen bei einem Flugzeugunglück am Hohen Nistler 28 Menschen ums Leben. OB Würzner sowie Überlebende und Angehörige haben am Donnerstag an die Opfer erinnert.

Am 22. Dezember 1991 startet ein Flugzeug vom Typ DC-3, besser bekannt als „Rosinenbomber“, in Frankfurt. An Bord: ein Filmteam des Regisseurs Martin Kirchberger. Von Frankfurt aus soll der Flug entlang des Oberrheins gehen, um Aufnahmen für einen Kurzfilm zu machen. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse und wegen veralteter Technik verwechselt der Pilot die Flüsse Rhein und Neckar und fliegt Richtung Odenwald. Dabei zerschellt das Flugzeug am Rand des Hohen Nistlers, einem Berg im Heidelberger Stadtwald. 

Die tragische Bilanz: 28 Menschen starben bei dem Absturz, nur vier überlebten verletzt. Insgesamt 13 Passagiere an Bord stammten aus Rüsselsheim, weitere aus Südhessen.

25 Jahre später erinnert die Stadt Heidelberg an die Opfern mit einer Gedenkveranstaltung, bei der neben den Überlebenden und Angehörigen der Opfer auch Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner und der Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim, Patrick Burghardt, teilnehmen.

Die Trauer und der Schmerz sind heute an diesem friedlichen Ort wieder spürbar. 28 Menschen sind bei dem Unglück vor 25 Jahren gestorben. Eine lange Zeit. Doch die Wunde, die der Verlust eines geliebten Menschen reißt, heilt nie vollständig“, erklärt Dr. Würzner und bedankte sich bei den rund 40 Angehörigen und Freunden der Opfer, dass sie für die Gedenkfeier nach Heidelberg gekommen waren.

Dieses tragische Ereignis und die schrecklichen Bilder von der Absturzstelle haben sich tief in unser Gedächtnis eingebrannt. Viele der Toten stammten aus Rüsselsheim. Auch nach 25 Jahren ist es schwer, mit den Eindrücken des Unglücks zurecht zu kommen“, sagte Burghardt. Der Rüsselsheimer Oberbürgermeister dankte der Stadt Heidelberg für das Aufstellen eines Gedenksteins an der Absturzstelle. „Es ist ein würdiger Ort, an dem wir uns versammeln können.

Gedenkstein an der Absturzstelle

Im Januar 2014 hatte die Stadt Heidelberg ein in die Jahre gekommenes Holzkreuz an der Absturzstelle durch einen Gedenkstein ersetzt. Vor allem den Angehörigen der Opfer soll der Gedenkstein als Ort der Erinnerung dienen. Der Sandsteinfindling, den die Firma Grabmale Mathes gestaltet und mitfinanziert hat, trägt die Inschrift „In Erinnerung an die Opfer des Flugunglücks am 22. Dezember 1991“. Darauf ist zudem ein Flugzeug abgebildet.

Stadt Heidelberg/rob

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