Gemeinderat berät 

Kameras und Workshops: Heidelbergs neues Sicherheitspaket?

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Der Gemeinderat berät am 18. Februar über die Maßnahmen im neuen Sicherheitskonzept. 

Heidelberg: Das Sicherheitsgefühl der Heidelberger soll wieder gestärkt werden – darüber sind sich OB Würzner und der Gemeinderat einig. Doch welche Maßnahmen genau sollen getroffen werden? 

Nach den sexuellen Übergriffe in Köln und anderen Städten, hat sich auch in Heidelberg das Sicherheitsgefühl der Bürger drastisch verändert – die Menschen haben Ängste und Sorgen (WIR BERICHTETEN).  Oberbürgermeister Eckart Würzner reagiert mit einem Sicherheitspaket, das er dem Gemeinderat vorlegt. Am 18. Februar wird über das Konzept beraten. 

Das sind die Maßnahmen im Detail:

Videoüberwachung am Bismarckplatz und Bahnhofsvorplatz 

Der Gemeinderat soll darüber abstimmen, ob der Oberbürgermeister die rechtlichen Voraussetzungen für eineVideoüberwachung des Bismarckplatzes und des Bahnhofsvorplatzes prüfen und die voraussichtlichen Kosten ermitteln soll. Mit der Polizei Mannheim müsse man dann nur noch über die organisatorischen und personellen Erfordernisse abstimmen.

„Ich werde den Gemeinderat auch um ein grundsätzliches Stimmungsbild zur Videoüberwachung bitten“, kündigt Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner an. „Wenn eine Mehrheit des Gemeinderates prinzipielle Vorbehalte hat, dann muss ich das jetzt wissen. Die Prüfung macht ja nur Sinn, wenn die Bereitschaft gegeben ist, je nach Prüfergebnis die Videoüberwachung auch tatsächlich umzusetzen.“

Zumindest die Heidelberger sprechen sich nach einer Umfrage von HEIDELBERG24 für eine Videoüberwachung aus.  

Kameras und Sicherheitspersonal in Bussen und Bahnen 

Zur Diskussion steht ebenfalls der Vorschlag, auf die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH zuzugehen um die Videoüberwachung in den Bahnen schneller als geplant auszubauen und mehr Sicherheitspersonal in Bussen und Bahnen einzusetzen. 

Selbstverteidigungs-Workshops 

Zudem könnten zwei Projekte für mehr Sicherheit umgesetzt werden – vorausgesetzt der Gemeinderat stellt die erforderlichen 55.000 Euro dafür bereit: Der Frauennotruf würde demnach einmal wöchentlich in den späten Nachmittags- oder frühen Abendstunden einen Selbstverteidigungs-Workshop für rund 15 Frauen anbieten. Darüber hinaus könnte der Heidelberger „fairmann e. V.“ seine Antigewalt- und soziale Kompetenztrainings an Schulen ausweiten.

Mehr Personal beim KOD

Auch der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) soll laut Würzner noch einmal aufgestockt werden. Die Teams kümmern sich verstärkt um Ordnungsstörungen und sollen mit ihrer Präsenz dafür sorgen, dass sich Heidelberger Bürger und Bürgerinnen sicherer fühlen. 

Sicherheit in Clubs und Gaststätten in der Altstadt

Zudem sollen in Kürze Lagebesprechungen zwischen Club- und Gaststättenbesitzern aus dem hinteren Alstadtbereich,  der Polizei, der DEHOGA und dem Bürgeramt stattfinden. 

Auch Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz möchte mit mehreren Maßnahmen für mehr Sicherheit der Bürger sorgen.

Stadt Heidelberg/nis 

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