Erneute Diskussion im Gemeinderat

Das neue Konferenzzentrum kann kommen

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Das Konferenzzentrum geht endgültig in Planung.

Heidelberg - Es ist endgültig geschafft: Mit großer Mehrheit gab der Gemeinderat am Donnerstag grünes Licht für das Konferenzzentrum. Die Grünen wollten das Projekt nochmal schieben.

Das neue Konferenzzentrum geht in die Planung!

Der Gemeinderat beschloss am Donnerstag (12. April) mit großer Mehrheit (38 Ja/5 Nein/4 Enthaltungen), die Planung für das Heidelberg Convention Center an das Baseler Architektenbüro Degelo zu vergeben

Wegen finanzieller Bedenken beantragte die Grünen-Fraktion, den Beschluss auf die kommenden Haushaltsberatungen zurückzustellen und zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr nochmal zu diskutieren: „Wir haben mit der Stadthalle, der Großsporthalle und dem Konferenzzentrum drei Großprojekte, die uns mit jährlichen Folgekosten von fast sieben Millionen Euro einschränken werden“, bilanzierte Peter Holschuh. „Damit tun wir uns angesichts des Sanierungsbedarfs bei den Heidelberger Schulen schwer.“  

Der Antrag der Grünen stieß bei der Mehrheit der Stadträte auf Ablehnung. „Seit 20 Jahren diskutieren wir über ein Konferenzzentrum in dieser Stadt und haben uns im Gemeinderat bereits positiv dafür entschieden. Warum sollen wir das jetzt in den kommenden Haushalt schieben?“, zeigte sich Anke Schuster (SPD) irritiert. Auch für Judith Marggraf (GAL) kam der Grünen-Vorstoß zu einem fraglichen Zeitpunkt und fragte, ob man den Antrag nicht auf die Großsporthalle anwenden wolle.

Jan Gradel (CDU) erkannte in dem Antrag ein „larmoyantes Suchen nach Ausstiegen.“ Nach jahrelangen Grundsatzdiskussionen, Standortdebatten und einer ausführlichen Bürgerbeteiligung seien auch die Finanzierungsfragen ausreichend geklärt: „Es gibt Zeiten zu diskutieren, es gibt aber auch Zeiten zu bauen – und das wäre dann jetzt!“, so der Fraktionschef der CDU.

So wird das neue Konferenzzentrum aussehen

Hintergrund

Das Tagungshaus wird voraussichtlich ab Ende 2018 auf dem Baufeld T1 in der Bahnstadt gebaut. Planung und Bau sollen durch die städtische Bau- und Servicegesellschaft (BSG) durchgeführt werden. Die BSG soll das Konferenzzentrum dann an eine noch zu gründende städtische Betreibergesellschaft verpachten, die auch die Stadthalle vertreiben wird. Die Baukosten für das Tagungshaus werden derzeit auf 65 Millionen Euro geschätzt.

>>> Weitere Artikel zum Konferenzzentrum auf unserer Überssichtsseite .

rmx

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