Neue Frist für Arbeitskreis

Noch eine Alternative zur Bettensteuer und ‚Schlosssteuer‘?

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Weder Bettensteuer noch ‚Schlosssteuer‘ stellt die Heidelberger zufrieden. Eine weitere Alternative muss her.

Heidelberg - Nachdem die Bettensteuer und auch die ‚Schlossteuer‘ für großen Unmut sorgt, soll jetzt eine Alternative gefunden werden, mit der alle zufrieden sind. Doch welche?

Nachdem der Gemeinderat bereits vor knapp einem Jahr die Einführung der Bettensteuer beschlossen hat, die zum 1. Januar 2018 kommen soll, wird heftig diskutiert. Denn diese ist wegen des bürokratischen Aufwands für die Hotelbranche umstritten.

Alternativ schlägt ein Arbeitskreis unter Federführung von Heidelberg Marketing eine ‚Schlosssteuer‘ vor, die künftig nicht nur Touristen, sondern auch alle Heidelberger zur Kasse bitten würde:

Eine Preiserhöhung für das Kombiticket Bergbahn/Schlosseintritt, das um bis zu zwei Euro teurer werden soll - derzeut kostet das Ticket sieben Euro.

Jetzt soll der Arbeitskreis noch eine Alternative erarbeiten und diese dem Gemeinderat bis zum 16. November vorlegen. Das hat der Gemeinderat mit großer Mehrheit bei seiner Sitzung am Dienstagabend beschlossen.

„Wir verfolgen weiterhin das Ziel, eine Alternative zu finden, um die Übernachtungsteuer obsolet zu machen. Denn diese ginge mit einem hohen dauerhaften Verwaltungsaufwand und entsprechenden finanziellen Belastungen für unsere Heidelberger Hoteliers einher. Zudem widerspräche die Einführung einer Übernachtungsteuer unserem Tourismusleitbild, wonach mehr Besucherinnen und Besucher in Heidelberg übernachten und nicht nur als Tagestouristen in unsere Stadt kommen sollen“, sagt OB Würzner.

‚Schlosssteuer‘ weiterhin im Gespräch

Der Ansatz, den Preis für das Schlossticket/Bergbahnticket zu erhöhen, ist weiterhin im Gespräch: „Derzeit führen wir weiterhin Gespräche mit dem Land Baden-Württemberg und dem Hotel- und Gaststättenverband. Eines ist aber klar: Das Land wird nicht für die Übernachtungsteuer aufkommen und deswegen den Ticketpreis erhöhen. Es geht allein um den städtischen Anteil beim Kombiticket für Schloss und Bergbahn sowie weitere Einnahmequellen“, so Würzner weiter.

Erfolgt keine Einigung auf ein Alternativkonzept, soll laut Gemeinderatsbeschluss zum 
1. Januar 2018 die Bettensteuer eingeführt werden

Touristen müssen dann fünf Prozent des Übernachtungspreises als Abgabe an die Stadt Heidelberg leisten. Geschäftsreisende dürfen aus rechtlichen Gründen nicht für eine Besteuerung herangezogen werden. Die Beherbergungsbetriebe wären verpflichtet, die Übernachtungsteuer von ihren Gästen einzuziehen und an die Stadt weiterzuführen.

>>> Touristen bringen jährlich über 500 Millionen Euro!

jab/Stadt Heidelberg

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