Bis Herbst 2020

Für 15 Millionen: Karlstorbahnhof zieht in die Südstadt!

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Bis Herbst 2020 soll der Karlstorbahnhof von der Altstadt in die Südstadt gezogen sein. (Archivbild) 

Heidelberg - Der Gemeinderat genehmigt am Donnerstag (14. Dezember) den Umzug und den Umbau des Karlstorbahnhofs. Wann es losgehen soll und wie lange die Baumaßnahme dauern wird: 

Das Kulturhaus Karlstorbahnhof soll bis Herbst 2020 von der Altstadt in die Südstadt ziehen und dort in der ehemaligen Kutschenhalle in den Campbell Barracks künftig zu Hause sein. Das Gebäude auf der Konversionsfläche wird hierzu ertüchtigt. 

Am 14. Dezember 2017 hat der Heidelberger Gemeinderat mit großer Mehrheit die Ausführungsgenehmigung zu voraussichtlichen Gesamtkosten in Höhe von 15 Millionen Euro erteilt. Die Abwicklung der Baumaßnahme übernimmt die BSG, eine Tochtergesellschaft der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH Heidelberg (GGH) im Auftrag der Stadt. Mit einem Baustart wird frühestens Anfang 2019 gerechnet. Die Bauzeit wird schätzungsweise 18 Monate betragen.

Warum muss der Karlstorbahnhof umziehen?

Das Gebäude der ehemaligen Kutschenhalle verfügt über rund 3.700 Quadratmeter Bruttogeschossfläche – und damit etwa 400 Quadratmeter mehr als der jetzige Standort.

Neben mehr Fläche liegt für die Stadtverwaltung ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem bestehenden Gebäude in der Möglichkeit, parallel mehrere Veranstaltungen im selben Gebäude störungsfrei laufen zu lassen. Dies ermögliche eine flexiblere Programmgestaltung und erweiterte Entwicklungspotentiale der bundesweit etablierten Kultur-Institution.

Verlagerung mit allen Sparten – auch Karlstorkino 

Die Verlagerung des Kulturhauses erfolgt vollständig mit allen Sparten, also auch dem Karlstorkino. Noch im Oktober 2017 hatte ein „Planungsworkshop Karlstorbahnhof“ mit Vertretern des Gemeinderats, der Verwaltung, des Beirats von Menschen mit Behinderungen, den künftigen Nutzern und den Architekten, moderiert von Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner, mögliche Varianten im Hinblick auf Funktionstauglichkeit, Einsparmöglichkeiten und Folgekosten diskutiert. 

Teurer als gedacht...

Grund war die erhebliche Überschreitung der ursprünglich in der Machbarkeitsstudie ermittelten Kosten von 9 Millionen Euro. Eine Saalerweiterung am alten Standort hätte 12,4 Millionen Euro gekostet.

Ergebnis des Workshops war, den vom Architekturbüro Bernhardt vorgelegten Entwurf für die Neugestaltung des Gebäudes mit der Unterbringung aller Sparten weiterzuverfolgen und Mehrkosten in Kauf zu nehmen. Unter energetischen, betriebswirtschaftlichen und funktionalen Gesichtspunkten sei dies die sinnvollste Lösung, damit das Kulturhaus seinen kulturpolitischen Auftrag auch in Zukunft nachhaltig erfüllen könne.

Nachhaltige Entwicklung am neuen Standort 

„Wir sind überzeugt, dass das Kulturhaus Karlstorbahnhof nun gestärkt durch den Beschluss des Gemeinderats sich am neuen Standort nachhaltig entwickeln kann“, erklärt Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner. Klar sei aber, dass das ehrgeizige Ziel nur in gemeinsamer Kraftanstrengung und mit tatkräftiger Unterstützung der Bürgerschaft zu verwirklichen sei. 

Das Kulturhaus Karlstorbahnhof hat diesbezüglich zugesagt, eine Spendenaktion zu lancieren und sich um Sponsoren zu bemühen, um einen möglichst großen Eigenbeitrag zu den Kosten beizusteuern.

pm/kp

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