Fast 200 Personen unterwegs

Heidelberg: Glühwein-Wanderung sorgt für unfassbare Szenen – Polizei greift durch

Zwei Tassen werden mit Glühwein befüllt.
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Die Polizei muss einen Glühweinspaziergang beenden.

Heidelberg - Mitten in der Corona-Krise findet in Rohrbach eine „Glühwein-Happening“ statt. Die Polizei muss einschreiten, weil sich auf der Straße unfassbare Szenen abspielen. 

Dezember bedeutet Kälte, Weihnachtsmärkte und Glühwein – eigentlich. Denn in Zeiten der Corona-Krise sind die Märkte abgesagt worden, es herrscht Maskenpflicht und manche Städte rufen sogar eine nächtliche Ausgangssperre aus. Vorweihnachtliche Stimmung kommt da nur schwer auf. Aus diesem Grund haben vier Gaststätten in Heidelberg am Samstag (5. Dezember) einen „Glühweinspaziergang“ veranstaltet. Weil der aber komplett eskaliert und sich viele nicht an die Regeln halten, muss die Polizei eingreifen.

Name Heidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner160.355 (2019)
OberbürgermeisterEckart Würzner (Parteilos)

Heidelberg: 200 Personen feiern Glühweinparty – ohne sich an Regeln zu halten

An den Verkaufsstellen in der Altstadt und am Römerkreis finden sich teilweise kleine Gruppen zusammen, in denen bis zu 20 Personen zusammen auf der Straße ihren Glühwein trinken. Dabei verstoßen die Personen auch gegen die Corona-Verordnung, indem sie keine Maske tragen und den Abstand nicht einhalten. Im Ortskern von Rohrbach sieht es allerdings völlig anders aus.

Bis zu 200 Personen wurden kurz vor 17 Uhr in der Rathausstraße und der angrenzenden Herrenwiesenstraße gezählt. Diese konsumierten anlässlich des von vier Gaststätten durchgeführten „Glühweinspaziergangs“ ihre dort erworbenen Getränke und Speisen auf der Straße“, heißt es im Bericht der Polizei Heidelberg. Die Besucher stehen dicht beieinander, ignorieren die Abstandsregeln und tragen überwiegend keine Maske – mitten in einer Pandemie. Auch in einem Hotelzimmer in der Heidelberger Weststadt findet eine illegale Corona-Party statt, bei der die Polizei eingreifen muss.

Heidelberg: Glühweinparty wird aufgelöst – Teilnehmer bekommen Bußgeld

Mit Insgesamt elf Streifen und 22 Beamten sowie den Kommunikationsteams macht sich die Polizei Heidelberg auf den Weg, um den „Glühweinspaziergang“ aufzulösen. Zuvor wird aber noch die Identität von etwa 70 Personen festgestellt, die nun ein Bußgeld erwartet. Unklar ist noch, ob auch die Gaststätten eine Strafe zahlen müssen, die offensiv für das „Glühwein-Happening“ geworben haben. Der Verkauf von Glühwein wird gegen 18 Uhr vom Kommunalen Ordnungsdienst der Stadt Heidelberg beendet.

Wer in Zeiten von hohen Infektionszahlen glühweinselig dicht zusammensteht, ohne die Corona-Regeln zu beachten, gefährdet sich und vor allem auch andere. Dieses Verhalten ist unsolidarisch und absolut nicht hinnehmbar. Die Verstöße werden konsequent geahndet und ein Bußgeld zur Folge haben“, sagt der Polizeipräsident Andreas Stenger. Auch am Sonntag (6. Dezember) sollte eigentlich in Rohrbach ein „Glühweinspaziergang“ stattfinden. Der ist aber abgesagt worden. Das Polizeipräsidium Mannheim hat derzeit auch viel zu tun mit der nächtlichen Ausgangssperre. Dort werden hunderte Menschen kontrolliert. (dh)

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