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Heidelberg: Verkehrsprojekt Gneisenaubrücke – Kosten verdoppeln sich

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Von: Florian Römer

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Heidelberg - Vor über zwei Jahren verschob die Stadt den Bau der Gneisenaubrücke – aus Kostengründen. Jetzt steht das Bauwerk wieder auf dem Plan. Und dürfte deutlich teurer werden:

Weil die Rad- und Fußgängerbrücke über die Bahngleise zwischen den Stadtteilen Bahnstadt und Bergheim teurer werden sollte als geplant, hat die Stadtverwaltung den Bau 2019 verschoben. Rund 16 Millionen Euro hätte das Bauwerk an der Gneisenaustraße kosten sollen. Zu viel, fand die Stadt Heidelberg damals. Jetzt dürfte die Brücke abermals teurer werden:

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl158.741 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche108,8 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Gneisenaubrücke wird wohl doppelt so teuer

2017 genehmigte der Gemeinderat ein Kostenvolumen von 8,5 Millionen Euro für den Brückenbau. Zunächst plante man mit rund 1,7 Millionen Euro an Fördergeldern. Da sich 2019 aber nur ein Angebot für die Baumaßnahme fand, hob die Stadt Heidelberg die Ausschreibung für die Gneisenaubrücke vorerst auf.

Nun steht die Rad- und Fußgängerbrücke wieder auf der Agenda ‒ und wird wohl nochmals teuer: „Die Kostenannahme musste für die erneute Ausschreibung der Bauleistungen deutlich nach oben korrigiert werden und beträgt nun insgesamt 18 Millionen Euro“, heißt es in einer Beschlussvorlage, dem der Stadtentwicklungs- und Bauausschuss am Dienstag (29. März) zustimmte.

Die Gneisenaubrücke für Fußgänger und Radfahrer kann kommen. (Archivfoto)
Fußgänger und Radfahrer müssen noch länger auf die neue Gneisenaubrücke warten. (Archivfoto) © HEIDELBERG24/Florian Römer

Gneisenaubrücke: Heidelberg plant mit deutlich mehr Fördergeldern

Neben den gestiegenen Gesamtkosten für das Bauprojekt, dass die Nord-Süd-Radverkehrsachsen in der Universitätsstadt stärken soll, hat sich aber auch die Fördersituation verbessert. Durch angepasste Regeln für die Förderung von Radverkehrsanlagen ist ein „deutlich größerer Anteil der Baukosten und auch Planungskosten nun förderfähig“, erklärt die Stadtverwaltung in der Vorlage.

Für die Gneisenaubrücke wurde eine Fördersumme von fast 11,2 Millionen Euro beantragt. Das sind rund 10 Millionen Euro mehr als ursprünglich avisiert. Den Restbetrag von rund 6,84 Millionen Euro will die Stadt aus dem Treuhandvermögen Bahnstadt zur Verfügung stellen. Im Vergleich zur ursprünglichen Planung aus dem Jahr 2017 erhöht sich der Eigenanteil der Baukosten, den die Stadt aufbringen muss, lediglich um 84.600 Euro.

Bau der Gneisenaubrücke hat Auswirkungen auf Deutsche Bahn

Einfach drauf losplanen kann die Stadt allerdings nicht. Da das Bauwerk neben der Gneisenaustraße über Bahngleise führt, muss der Zugverkehr gesondert geschützt werden. Dafür soll eine eigene Schutzbrücke errichtet werden. Teilweise muss die Bahn auch den Zugbetrieb auf bestimmten Gleisen während der Arbeiten an der Gneisenaubrücke einstellen.

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Entsprechende „Sperrpausen“ seien seitens der Bahn für 2023/24 in Aussicht gestellt worden. Diese müssen aber erst genehmigt werden. Wegen der Arbeiten an und über den Bahngleisen rechnet die Stadt mit längeren Bauzeiten.

Gneisenaubrücke in Heidelberg: Baubeginn im Sommer 2023?

Verwaltung rechnet damit, dass die Vorabmaßnahmen im August diesen Jahres und die Baumaßnahmen im März 2023 vergeben werden. Baubeginn der Gneisenaubrücke wäre dann im August 2023. Die Arbeiten sollen im April 2025 abgeschlossen sein. Die endgültige Entscheidung zum Brückenbau fällt der Gemeinderat am 5. Mai. (rmx)

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