Orientierungshilfe

Mit dieser kuriosen Idee wollen die Grünen den Nahverkehr verbessern

+
Die Linienanzeige bei Bussen und Bahnen könnte in Zukunft um ein Symbol (Kasten) erweitert werden.

Heidelberg - Symbole auf Linien-Anzeigen im öffentlichen Nahverkehr könnten Menschen mit Leseschwierigkeiten in Zukunft die Orientierung erleichtern, hoffen die Grünen im Gemeinderat:  

Zusätzliche Orientierungsmöglichkeiten für Menschen mit Leseschwierigkeiten.

Die Grünen im Gemeinderat wollen, dass die Linien-Anzeigen von Bussen und Bahnen im RNV um ein zusätzliches Symbol erweitert werden. Das soll Menschen mit Leseschwierigkeiten sowie Kindern und Senioren die Orientierung im Nahverkehr erleichtern.

Für die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres am Donnerstag (14. Dezember, 16 Uhr) hat die Fraktion einen Antrag gestellt, um die Machbarkeit von Linien-Symbolen auf Display-Anzeigen der RNV-Linien zu prüfen. Gegebenenfalls soll in enger Abstimmung mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung (bmb) ein Konzept erstellt werden. 

Als Vorbild dient Tübingen, wo Symbole auf Anzeigetafeln im ÖPNV bereits eingeführt wurden. Dort haben die 24 Nahverkehrslinien jeweils ein eigenes Symbol wie Katze, Ball oder Schirm.

Symbole als Orientierungshilfe

Menschen mit Lese- und Lernschwierigkeiten, aber auch ältere Menschen und Kinder tun sich oft mit der Orientierung über Ziffern schwer, dagegen können sie sich einfache Symbole leichter merken und finden sich so im ÖPNV-Liniennetz besser zurecht. Ein zusätzliches Symbol auf den Displays ist zudem einfach umzusetzen und kann von großer Hilfe sein“, begründet die Fraktionsvorsitzende Beate Deckwart-Boller den Vorstoß.

Auch der bmb unterstützt die Einführung zusätzlicher Symbole an Bussen und Straßenbahnen und sieht darin einen „weiteren Schritt in Richtung Barrierefreiheit, für Menschen mit geistiger Behinderung und Menschen mit Lese- und Lernschwierigkeiten. Auch für Kinder und Senioren ist ein zusätzliches Symbol eine große Hilfe.

pm/rmx

Mehr zum Thema

Kommentare