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Heidelberg: Bis zu 39 Prozent! Bodenpreise für Wohnbauflächen explodieren

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Von: Peter Kiefer

Blick vom Philosophenweg auf den Neckar, die Altstadt und das Schloss in Heidelberg.
Blick auf die Altstadt und das Schloss in Heidelberg. © Florian Römer/HEIDELBERG24

Heidelberg – Die aktuellen Bodenrichtwerte des Gutachterausschusses für alle Wohnbauflächen sind da – und um durchschnittlich 27 Prozent enorm gestiegen! Wo‘s besonders teuer ist:

Der Gutachterausschuss Heidelberg hat die neuen Bodenrichtwerte 2021 beschlossen. Als Datenbasis dienten alle in den Jahren 2019/2020 abgeschlossenen Kaufverträge von Heidelberger Grundstücken. In diesem Zeitraum gab es in Heidelberg insgesamt circa 3.300 Grundstücksverkäufe mit einem Umsatzvolumen von rund 1,807 Milliarden Euro. Die Bodenrichtwerte für alle Wohnbauflächen (83 Richtwertzonen) sind in den letzten zwei Jahren im Gesamtdurchschnitt um etwa 27 Prozent gestiegen.

In mehreren guten und sehr guten Lagen, wie zum Beispiel in Neuenheim, West- und Südstadt, und auch in mehreren mittleren und günstigen Lagen, wie zum Beispiel in Wieblingen, Schlierbach und Rohrbach mussten die Richtwerte deutlich um knapp 30 Prozent angehoben werden. Die Richtwerte in einigen sehr günstigen Lagen, wie zum Beispiel Boxberg und Emmertsgrund, stiegen noch deutlicher um bis zu 39 Prozent.

Heidelberg: Wohnbauland zwischen 310 und 4.040 Euro pro Quadratmeter

Die Lageklassifizierung der Wohnbauflächen erfolgt rein kaufpreisorientiert, das heißt aufgrund gezahlter Preise. Diese beinhalten keine Aussagen zu meist individuellen und subjektiven Einschätzungen, wie zum Beispiel Wohnqualität, Aussichts- oder Wohnlage. Die Lageklassen sind dem aktuellen Grundstücksmarktbericht zu entnehmen.

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Fläche108,84 km²
Einwohnerzahl161.485 (Stand: 31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Im Gegensatz zur Preisentwicklung auf dem Eigentumswohnungsmarkt, mit einer Preissteigerung von 2017/18 auf 2019/20 von circa 18 Prozent, fand vor allem in den von Eigenheimen geprägten Zonen eine erhebliche Bodenpreisentwicklung von bis zu 40 Prozent statt. Die Nennung eines Durchschnittswertes für Heidelberg ist aufgrund der außergewöhnlich großen Bandbreite der Bodenrichtwerte für Wohnbauland von 310 Euro bis 4.040 Euro pro Quadratmeter nur für statistische Zwecke, zum Beispiel im Rahmen eines interkommunalen Vergleichs, aussagekräftig. 

Heidelberg: Bodenpreise für Gewerbeimmobilien steigen nur leicht

Die Bodenpreise für Gewerbeimmobilien (18 Richtwertzonen) sind in den letzten beiden Jahren nur leicht gestiegen. Die Bodenrichtwerte für Gewerbeflächen werden deshalb im Schnitt um 5 Prozent angehoben. Da die Bodenwerte für landwirtschaftliche Flächen in Heidelberg schon immer relativ hoch waren, stiegen diese nur in wenigen Zonen leicht an. 

Um eine marktgerechte Richtwertermittlung durchführen zu können, beschloss der Gutachterausschuss die Einführung eines Regionalfaktors von 1,25 für die Berechnung der Neubau-Herstellungskosten innerhalb der Sachwertermittlung, um dem ortsspezifischen Baukostenniveau gerecht zu werden. Dieser wird künftig modellkonform bei den Wertermittlungen mit den Bodenrichtwerten 2021 angewendet.

Die aktuellen Richtwerte können ab dem Tag der öffentlichen Bekanntmachung im Internet unter www.heidelberg.de/gutachterausschuss eingesehen werden. Dort findet sich auch eine interaktive Bodenrichtwertkarte und weitere Informationen des Gutachterausschusses. Fragen zu den Bodenrichtwerten beantwortet die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses unter der Telefonnummer 06221/58-24600 oder per E-Mail an wertermittlung@heidelberg.de. (PM/pek)

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