Über 1.500 Euro

Halle02 spendet Teil ihrer Maskenerlöse an Heidelberger Tafel

Hannes Seibold (GF halle02), Manfred Heuser (1. Vors. Tafel), Felix Grädler (GF halle02), Wolfgang Hagmann (2. Vors. Tafel) (v.l.)
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Hannes Seibold (GF halle02), Manfred Heuser (1. Vors.), Felix Grädler (GF halle02), Wolfgang Hagmann (2. Vors.) (v.l.)

Heidelberg - Kurz nach Einführung der Maskenpflicht rief die halle02 zum gemeinsamen Masken-Nähen auf. Ein Teil des Erlöses geht jetzt an die Heidelberger Tafel:

Ende April, Anfang Mai - als klar war, dass auch in Baden-Württemberg wegen des Coronavirus eine Maskenpflicht eingeführt werden würde, riefen die halle02-Geschäfstführer Hannes Seibold und Felix Grädler zum gemeinsamen Masken-Nähen auf. In einer 72-Stuunden-Aktion stellten Freunde der „Halle“ unter dem Motto „stay safe until we rave” Community-Masken mit coolen Designs her. Das Ergebnis: Knapp 1.600 Masken kamen zusammen.

Die Masken wurden hauptsächlich über den Webshop verkauft, aber auch im Freibereich des beliebten Veranstaltungsorts vertrieben, als dieser wieder geöffnet war. Auch Unternehmen in direkter Nachbarschaft nahmen größere Kontingente ab. Der Erlös aus dem Maskenverkauf sollte helfen, Einnahmeausfälle aus der Betriebsschließung ein wenig aufzufangen. Leider mussten die Halle-Betreiber den Kulturbetrieb Ende Juni einstellen.

halle02 spendet Teilerlös der Masken-Aktion an Heidelberger Tafel

Pro verkaufter Maske sollte auch eine karitative Einrichtung mit einem Euro pro verkaufter Maske unterstützt werden. Über die Facebook-Seite der halle02 standen verschiedene Institutionen zur Abstimmung (Seebrücke, Viva con Agua, Ärzte ohne Grenzen). Die Mehrheit der Nutzer entschied sich für die Heidelberger Tafel.

Am Mittwoch (23. September) übergaben Seibold und Grädler mehr als 1.500 Euro an Manfred Heuser und Wolfgang Hagmann von der Heidelberger Tafel e.V.. „Wir freuen uns, dass unsere Maskenkäufer sich am Ende für eine regionale Einrichtung entschieden haben und hoffen, dass die Heidelberg Tafel mit dem Geld hier vor Ort Projekte unterstützen kann”, sagte Grädler bei der Übergabe. (rmx)

Heidelberger Tafel

Der Dachverband der Heidelberger Tafel e.V. wurde vor 25 Jahren gegründet. Die Tafeln starteten damals mit einem klaren Konzept: Sie wollten genießbare Lebensmittel vor der Tonne retten und damit Menschen helfen, die sie brauchen. Pro Jahr retten über 940 Tafeln rund 265.000 Tonnen Lebensmittel, die an über 1,6 Millionen Menschen weitergeben.

Die Heidelberger Tafel nimmt unter den übrigen Tafeln im Land eine Sonderstellung ein: Als reine „Liefertafel“ verzichtet sie auf einen Tafelladen. Stattdessen holen ehrenamtliche Fahrer die überschüssigen Lebensmittel bei den regelmäßigen Spendern (Lebensmitteleinzelhandel, Supermärkte, Bäckereien und Marktstände) ab und verteilen sie unmittelbar danach an die Abnehmer. Dazu zählen karitative Einrichtungen wie zum Beispiel Kinderbetreuungsstätten, soziale Wohngemeinschaften und Anlaufstellen für Obdachlose.

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