S-Bahn am Heidelberger Hauptbahnhof

Fall für die X-Akten: Bleibt Rätsel um Hamster-DNA in Zug für immer ungelöst? 

Heidelberg – Eine herrenlose Kühlbox sorgt auch Tage nach dem Fund für Fragezeichen. Dabei wird es wohl auch bleiben, denn die Ermittler geben der Aufklärung des mysteriösen Falls wenig Chancen.

  • Heidelberg: Ein Lokführer macht nach einem feierabendlichen Routinerundgang ein mysteriöse Fund
  • Im Zug befindet sich eine herrenlose Kühlbox.
  • Der Entschärfungsdienst der Bundespolizei muss zum Heidelberger Hauptbahnhof anrücken.
  • Entwarnung: In der Kühlbox befinden sich nicht Sprengstoff, sondern Hamster-DNA-Ampullen.

Eine stehen gelassene Kühlbox mit Ampullen voller Hamster-DNA hat ein Lokführer in einer S-Bahn am Heidelberger Hauptbahnhof gefunden. Nach Polizeiangaben vom Montag (31. August) soll der Lokführer die Styropor-Box entdeckt haben, als er die S-Bahn am Freitag nach der Fahrt abgestellt hat und noch einmal zur Kontrolle durch den Zug gegangen ist. Weil zu diesem Zeitpunkt nicht klar ist, worum es sich bei der Flüssigkeit handelt, rückt der Entschärfungsdienst der Bundespolizei an. In den Röhrchen ist aber nicht etwa Sprengstoff, sondern die DNA eines Hamsters, wie ein Toxikologe der Rechtsmedizin später feststellt. Vermutlich sind die Proben für ein Labor bestimmt gewesen.

Heidelberg – Hamster-DNA-Fall wird wohl nie aufgeklärt

Wer die Kühlbox in der S-Bahn gelassen hat, ist völlig unklar. Es gebe zwar Anhaltspunkte, sagt ein Polizeisprecher. Details wolle er wegen der laufenden Ermittlungen aber nicht nennen. Er geht nicht davon aus, dass sich der Besitzer noch meldet. „Das hätte er vermutlich übers Wochenende gemacht.“ Die Ampullen sind bereits entsorgt, weil die Kühlkette nicht eingehalten worden ist.

Am Mittwoch (2. September) geben die Ermittler bekannt, dass das Rätsel um die Hamster-DNA-Ampullen wohl ungelöst bleiben wird. Man geht nicht davon aus, den rechtmäßigen Eigentümer noch zu finden, sagt ein Sprecher der Bundespolizei der dpa. Auch seien keine Hinweise eingegangen, seit die Beamten den ungewöhnlichen Fund bekanntgemacht haben.

Der Fall hat bundesweit für Schlagzeilen gesorgt: Es seien dazu Medienanfragen aus ganz Deutschland eingegangen, sagt der Sprecher. (dpa)

Rubriklistenbild: © Rolf Haid/dpa

Das könnte Dich auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare