Von Oktober bis März

Hilfe für Bedürftige: Das ‚Frühstück im Winter‘

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Symbolbild

Heidelberg-Handschuhsheim – Jetzt wo es draußen kalt wird, ist es wichtig, dass Bedürftige sich aufwärmen können und auch etwas zu Essen bekommen. Seit mehr als 30 Jahren gibt es das ‚Frühstück im Winter‘

Was gibt es schöneres als nach einem Arbeitstag nach Hause in die warme Wohnung zu kommen und sich in eine flauschige Decke zu kuscheln und einen warmen Tee zu trinken? 

Im Winter kann man sich nichts Schöneres vorstellen. Leider geht es nicht allen Menschen so gut. Einige Heidelberger sind auf staatliche Unterstützung angewiesen, leiden unter Altersarmut oder sind obdachlos. Für diese Menschen gibt es von Seiten der Stadt, Vereinen und der Kirche Unterstützung. 

Ein ökumenisches Projekt der Heidelberger Kirchengemeinden ist das ‚Frühstück im Winter‘

Diese Aktion gibt es in Heidelberg nun schon seit 34 Jahren. Die Idee hatte der ehemalige Pfarrer der Heiliggeist-Gemeinde Eschel Alpermann. In wöchentlichem Wechsel findet das Frühstück in den verschiedenen Heidelberger Stadtteilen statt. Zahlreiche freiwillige Helfer kommen, wie beispielsweise in der Handschuhsheimer Friedensgemeinde, täglich zusammen, um die Tische im Gemeindesaal liebevoll zu dekorieren und die kleinen Wurst-und-Käseplatten anzurichten. 

Durch Spenden finanzierte, wichtige Hilfe

Das Projekt finanziert sich durch Geldspenden und auch Lebensmittelspenden von Privatpersonen und auch Bäckern!  Auch Sachspenden wie Kleidung und Decken werden von der Verantwortlichen Bärbel Rocholl gerne angenommen und an die Bedürftigen verteilt. „Jeden Tag kommen bis zu 60 Bedürftige zu unserem Frühstück“, so Rocholl. Vor allem in der Altstadt wird das Angebot stark genutzt. Neben Menschen, deren Leid auch äußerlich anzusehen ist, trifft man beim Frühstück auch auf Menschen, deren gepflegtes Äußeres nicht mit der aktuellen Lebenssituation deckungsgleich ist. Armut hat eben viele Gesichter. 

Heidelberg – die Stadt der Denker hat mehrere Zehntausend Menschen, die armutsgefährdet sind. Ein Drittel der Frühstücksgäste gelten als obdachlos, der Rest lebt unter dem Existenzminium. Die Zahl der Männer unter ihnen ist höher. 

Bei Kaffee, leckeren Frühstückstellern, Kuchen und Müsli dürfen sich die Menschen für die kalten Wintertage stärken. „Es geht nicht nur ums Frühstück, sondern um den Kontakt zu anderen Menschen und um einen warmen Schutzraum für ein paar Stunden“, meint einer der Helfer. So sitzen die Menschen zusammen, unterhalten sich friedlich über interessante Themen und vergessen für ein paar Stunden ihr Leid. 

Fazit: Das Frühstück im Winter ist ein tolles Projekt, das es hoffentlich noch viele Jahrzehnte geben wird und das man unterstützen sollte.

Öffnungszeiten: Das Frühstück findet täglich von 8 bis 10 Uhr statt. 

In welchen Stadtteilen findet das Frühstück dieses und nächstes Jahr noch statt? >> PDF zum Download 

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Fotos: 4. Pink Monday – Heidelberger Marktplatz ganz in Rosa

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Fotos: Weihnachtsbäckerei in „zeughaus“-Mensa

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Löscheinsatz: Brand in Altstadt-Café

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