Flüchtlingsunterkunft

Stadt bereitet Standort „Im Weiher“ vor

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Für Flüchtlinge soll ab April eine neue Unterkunft in Handschuhsheim entstehen.

Heidelberg-Handschuhsheim – Auch wenn Heidelberg derzeit noch von der Anschlussunterbringung von Flüchtlingen ausgenommen ist, bereitet die Stadt erste Unterkünfte vor:  

Heidelberg beginnt mit der Umsetzung des Konzepts zur dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen (WIR BERICHTETEN). 

Damit bereitet sich die Stadt auf die Zuweisung weiterer Menschen auf der Flucht durch das Land Baden-Württemberg vor, auch wenn Heidelberg wegen des Registrierungszentrums in Patrick-Henry-Village (PHV) bis auf Weiteres von der Anschlussunterbringung ausgenommen ist. 

Das Konzept sieht vor, an 14 Standorten im Stadtgebiet Unterkünfte für jeweils rund 100 Personen vorzubereiten (WIR BERICHTETEN). 

„Im Weiher“: Platz für 66 Personen

So wird beispielsweise im Handschuhsheimer Gewerbegebiet, auf dem Eckgrundstück Im Weiher/Fritz-Frey-Straße eine Unterkunft entstehen. Die Stadt pachtet das Grundstück für zehn Jahre.

Dort werden drei Gebäudeblöcke für die Flüchtlingsunterbringung errichtet, die 66 Menschen Platz bieten sollen. Die Blöcke werden über einen Laubengang miteinander verbunden sein. Die beiden Gebäude entlang der Straßen werden dreigeschossig, das Gebäude im Grundstücksinnern zum Nachbarn hin wird zweigeschossig. Der Zugang zum Grundstück erfolgt über die Fritz-Frey-Straße. 

Die Gebäude werden aus Holzmodulen bestehen, die im Werk vorgefertigt, angeliefert und vor Ort blockweise montiert werden. Die Fassade wird mit Siebdruckplatten bekleidet, die Farbe wurde noch nicht festgelegt. Als Dachform ist ein Flachdach vorgesehen.

Die Gebäudemodule werden im Werk gefertigt und danach vor Ort moniert. Die Montage des ersten Gebäudes ist für Mitte April 2016 vorgesehen. Derzeit wird mit einer Fertigstellung im Juni 2016 gerechnet.

Drei- und Zweizimmerwohnungen für Anschlussunterbringung

In den drei Gebäuden sollen fünf Dreizimmerwohnungen und neun Zweizimmerwohnungen entstehen. Dazu gibt es im Erdgeschoss einen Servicebereich mit einem Betreuerbüro, einem Schulungsraum, sowie Lager und Technikräumen. 

Die Stadt wird das Gebäude für Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung nutzen, also für Menschen, die bereits einige Zeit in Deutschland sind. Um den Bewohnern auch außerhalb der Wohnungen eine Aufenthaltsmöglichkeit zu bieten, soll der Innenhof mit einem Spielbereich für Kinder sowie Sitzmöglichkeiten ausgestattet werden.

In der Unterkunft „Im Weiher“ sollen ein Hausmeister und ein Sozialarbeiter vor Ort Ansprechpartner für die Bewohner der Unterkünfte und die Anwohner sein.

Sicherheitskonzept rund um Unterkunft

Durch die enge Betreuung der Flüchtlinge durch die Stadt und ihre Partner gibt es vor Ort professionelle Kräfte und Ehrenamtliche, die ihre Aufmerksamkeit früh auf aufkeimende Konflikte richten. Bereits jetzt hat die Stadt Heidelberg auch eine Rund-um-die-Uhr-Rufbereitschaft ihres sozialen Diensts sichergestellt und kooperiert dabei eng mit der Polizei. 

Zudem ist ein Sicherheitsunternehmen beauftragt, das in und um die städtischen Flüchtlingsunterkünfte eingesetzt wird. Der kommunale Ordnungsdienst (KOD) wurde ebenfalls aufgestockt. Die Stadt will bei der Betreuung von Flüchtlingen nach der Devise vorgehen: „Wir kümmern uns um die Menschen – aber wir kontrollieren auch, dass sich jeder an die Grundregeln unserer Gemeinschaft hält.“

Langjährige Erfahrung in der Flüchtlingsbetreuung

Die Stadt hat bei der Betreuung von Flüchtlingen bereits an vier Standorten im Stadtgebiet langjährige Erfahrung. Die Stadt arbeitet hier mit ihren bewährten Partnern Asyl-Arbeitskreis, Caritas-Verband, Deutsches Rotes Kreuz und Diakonisches Werk sowie weiteren eng zusammen. 

Der Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Heidelberg, Thomas Wellenreuther, koordiniert ehrenamtliches Engagement. Weiterer wichtiger Partner ist der neugegründete „Arbeitskreis Handschuhheim hilft“, eine Initiative des Stadtteilvereins und der Kirchengemeinden, der Sprachkurse und Spielgruppen anbieten möchte. Auch die Betreuung in Form von Patenschaften ist beabsichtigt.

Weitere Infos zur Unterbringung von Flüchtlingen gibt es unter www.heidelberg-fluechtlinge.de.

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Stadt Heidelberg/rmx

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