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Heidelberg Hauptbahnhof : Videoüberwachung gestartet – was passiert mit den Aufnahmen?

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Von: Peter Kiefer, Robin Eichelsheimer

Bahnhofsvorplatz am Hauptbahnhof in Heidelberg (Fotomontage).
Im Oktober 2020 startet die Videoüberwachung am Bahnhofsvorplatz, dem Willy-Brandt-Platz, in Heidelberg. (Fotomontage) © HEIDELBERG24/dpa/Julian Stratenschulte

Heidelberg - Die Videoüberwachung am Hauptbahnhof hat begonnen: Um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu verbessern, haben 21 Kameras ein Auge auf den Willy-Brandt-Platz.

Update vom 4. Februar: Wie die Stadt Heidelberg vermeldet, sind die an sieben Standorten angebrachten 21 Kameras seit Mittwoch (3. Februar) aktiviert und überwachen den Bahnhofsvorplatz am Heidelberger Hauptbahnhof. Ziel der Videoüberwachung: Die Sicherheit sowie das Sicherheitsgefühl der Passanten zu erhöhen, Beweismaterial möglicher Straftaten sichern. Zudem sollen die Kameras nicht nur Straftaten aufklären, sondern auch vorbeugen.

Insgesamt 15 Hinweisschilder und -tafeln informieren Reisende, Passanten und Bürger über den Einsatz der Videoüberwachung am Willy-Brandt-Platz.

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner160.355 (2019)
OberbürgermeisterDr. Eckart Würzner (parteilos)

Was passiert mit den Videoaufnahmen?

Im ersten Schritt erfolgt die Auswertung der Videoaufnahmen noch ganz konventionell: Polizeibeamte sichten die Bilder auf Monitoren im Polizeipräsidium Mannheim aus, werten sie und alarmieren im Notfall die Einsatzteams der Kollegen vor Ort in Heidelberg. Sollte man die Aufnahmen nicht zur Auswertung einer Straftat brauchen, werden sie nach 72 Stunden automatisch gelöscht.

Der Plan: Künftig werden die Aufnahmen automatisch analysiert, um den Personaleinsatz zu reduzieren. Ein entsprechendes Programm wird aktuell in Mannheim getestet. Sobald eine unerwartete oder hektische Bewegung - etwa Schläge, Tritte oder ein auf dem Boden liegender Mensch - registriert wird, informiert das System das Führungs- und Lagezentrum der Polizei. Die Beamten können dann entsprechende Maßnahmen einleiten.

Heidelberg: Videoüberwachung am Hauptbahnhof – bald 21 Kameras „scharf“

Erstmeldung vom 2. Oktober 2020: Mit dem Ziel, Verbrechen schnell zu erkennen und Beweise zu sichern oder Straftaten gar durch die potenziell abschreckende Wirkung zu vereiteln, steht die Videoüberwachung am Hauptbahnhof Heidelberg vor dem Start. An sieben Standorten am Bahnhofsvorplatz - dem Willy-Brandt-Platz - werden insgesamt 21 Kameras künftig das Geschehen aufzeichnen. Wie die Stadt Heidelberg informiert, laufen derzeit noch die technischen Vorbereitungen für die Inbetriebnahme der Videoüberwachungab Oktober 2020 werden die Kameras dann sukzessive angeschlossen. Während der Aufbau- und Montagearbeiten wird noch nicht aufgezeichnet. 15 Hinweisschilder und -tafeln, die ebenfalls in Kürze installiert werden, informieren Reisende am Hauptbahnhof Heidelberg über den Einsatz der Videoüberwachung.

Heidelberg Hauptbahnhof: 21 Kameras am Bahnhofsvorplatz – Start mit klassischer Videoüberwachung

Der Gemeinderat hatte für die Anschaffung und Installation von Kameras bereits im Mai 2017 überplanmäßige Mittel in Höhe von 122.100 Euro bewilligt. Im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft hat sich Heidelberg im März 2018 entschieden, sich zusätzlich dem Projekt „Intelligente Videoüberwachung“ anzuschließen und die geplante Videoüberwachung nach Ende der Pilotphase in Mannheim um das moderne System zu erweitern.  

Heidelberg Hauptbahnhof: Videoüberwachung startet – so funktionieren die „intelligenten“ Kameras

Die Videoüberwachung am Hauptbahnhof in Heidelberg startet voraussichtlich Ende Oktober 2020 – zunächst mit der konventionellen Videoüberwachung. Heißt konkret: Eine Beamtin oder ein Beamter die Kamerabilder im Polizeipräsidium in Mannheim wertet die Aufnahmen aus und alarmiert im Notfall die Einsatzteams vor Ort.

In einem zweiten Schritt erfolgt nach und nach die „intelligente“ Überwachung nach dem Mannheimer Vorbild, die Ende 2020 in der Quadratestadt starten soll. Die Software der Videokameras wertet die Aufnahmen elektronisch aus und schlägt bei der Polizei nur dann Alarm, wenn sie atypische Bewegungsmuster erkennt – wenn beispielsweise jemand schlägt, rennt, fällt oder am Boden liegt. Dadurch reduziert sich der Polizeieinsatz für die Beobachtung an Monitoren beträchtlich. Softwarelösungen, die auf Gesichtserkennung basieren, sind aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht zulässig. Die aufgezeichneten Daten werden von der Polizei nach 72 Stunden gelöscht. (rob/pm)

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