Kulturförderung

„KulturLabHD“: Heidelberg bekommt neuen Innovationsfonds

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Die Zuschüsse für die halle02 sollen ab 2017 teilweise gestrichen werden. 

Heidelberg – Die SPD-Gemeinderatsfraktion hat sich in der Haushaltsplanung dafür eingesetzt, die Förderung kultureller Einrichtungen zu verändern. Was das im neuen Haushalt für die halle02 bedeutet und wer profitiert:

In ihrer ursprünglichen Idee wollte die SPD die Kulturförderung in Heidelberg komplett umkrempeln. Im von den Gemeinderatsmitgliedern ausgearbeiteten Änderungspaket für den neuen Doppelhaushalt setzt sich dann zunächst nur ein Teil der Idee ganz durch: Der Innovationsfonds „KulturLabHD“. Wenn sich dieser in einer zweijährigen Probephase bewährt, wird er komplett in die Kulturförderung aufgenommen.

Dieser Fördertopf soll „spontane, unterjährige und innovative Projekte" in Form einer Art Risikokapital unterstützen. Die Projekte können sich halbjährlich für eine Förderung bewerben und werden durch eine Experten-Jury unter Leitung des Kulturdezernenten entlangtransparenter Kulturleitlinien bewertet. So haben auch kleinere Projekte die Chance kurzfristige Förderung zu erhalten. Allerdings müssen sie mindestens 20 Prozent Eigenkapital mitbringen.

Woher kommt das Geld?

Finanziert wird dieser Fonds vor allem durch „Umschichtungen innerhalb des Kulturamtes" und aus dem Wegfall der Förderung für die halle02. Diese könne sich aber auch für „KulturLabHD“ bewerben. In den Doppelhaushalt eingeplant ist er mit 50.000 Euro in 2017 und sogar 120.000 Euro in 2018. Der halle02 fehlen mit dieser neuen Planung in 2017 37.500 Euro und in 2018 die komplette Förderungssumme von 75.000 Euro. Sollte der Innovationsfonds im zweiten Halbjahr 2017 allerdings noch nicht bereitstehen, erfolgt für 2017 noch keine Kürzung des halle02-Zuschusses. Was das für die Zukunft der belkiebten Location bedeutet, ist noch unklar.

Eine Zuschusserhöhung im neuen Doppelhaushalt bekommen unter anderem das Unterwegstheater, die Sammlung Prinzhorn, das DAI und Enjoy Jazz. Darauf hatten sich die Gemeinderäte in ihrem Paketantrag geeinigt.

Langfristig setzt sich die SPD-Fraktion für ein ganz neues Kulturförderungsmodell ein. Ziel soll mehr Transparenz und Verlässlichkeit in der Kulturförderung Heidelbergs sein. Das Modell besteht aus insgesamt drei ‚Säulen‘. Dazu zählt einmal der Innovationsfonds „KulturLabHD“, die sogenannte Grundförderung und Clusterförderung.

SPD setzt auf Drei-Säulen-Modell

Von der Grundförderung profitieren sollen laut SPD kulturelle Einrichtungen, die Heidelberg überregional und international Bedeutung verleihen und dem Kulturaustausch dienen. Mit ihr sollen die geförderten Institutionen ihre Fixkosten abdecken können und fünf Jahre Planungssicherheit erhalten. Die Förderung erfolgt unabhängig vom jeweiligen Programm. Dazu gehören laut SPD der Karlstorbahnhof, DAI, Enjoy Jazz, das unterwegstheater, Klangforum, das Filmfestival Heidelberg-Mannheim.

Mit der Clusterförderung sollen sonstige Institutionen und Projekte gefördert werden. Sie werden in Cluster also Förderungsgruppen nach Art und Zielgruppe eingeteilt – wie viel Geld sie bekommen, entscheidet eine Jury und soll mit den weiterentwickelten Heidelberger Kulturleitlinien transparent gemacht werden.

sag

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