Gar nicht so einfach...

Inventur mal anders: Zoo zählt Tiere durch!

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Die Rhesusaffen im Zoo Heidelberg sind gar nicht so leicht zu zählen...

Heidelberg – 1, 2, 3, 4... oder doch 5? Eine ganze schön knifflige Aufgabe – diese Inventur im Zoo Heidelberg. Wie viele Tiere sind es denn nun genau? 

Wer hat schon einmal versucht die Rhesusaffen im Zoo Heidelberg zu zählen? Das ist gar nicht so leicht. Denn immer wieder springt einer auf und läuft woanders hin. Bei den Elefanten, ist das sehr viel einfacher: 1, 2, 3, 4 - Ghandi, Tarak, Yadanar und Ludwig - alle da.

Aber wie ist das nun mit den Rhesusaffen? Wieviele Flamingos leben im Zoo? Die Tierpfleger wissen es genau, denn nahezu jeden Tag kontrollieren sie den Bestand ihrer Schützlinge. Zum Jahresende werden alle Zahlen erfasst, denn auch bei regelmäßiger Kontrolle kann es hin und wieder zu Abweichungen kommen. Wie jedes Jahr sind auch 2015 einige Tiere gestorben oder umgezogen und es gibt erfreulichen Nachwuchs und Neuzugänge zu verzeichnen.

Bei den Kubaflamingos wurden beispielsweise drei Jungvögel aufgezogen, die die Kolonie seitdem ergänzen. Damit kann deren Anzahl mit 54 Flamingos im Zoo Heidelberg bestätigt werden.

Bei den Rußköpfchen schlüpften insgesamt sogar zwölf Jungtiere. Stelzenläufer, Säbelschnäbler, Textorweber und Purpurglanzstare können ebenfalls gute Zuchterfolge verzeichnen. Die drei Nachzuchten bei den Grünwangenamazonen gaben besonderen Grund zur Freude, da diese seltenen Vögel in einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) geführt werden.

Nachwuchs

Das Faultierpaar Fred und Wilma sorgte mit einem gesunden männlichen Jungtier ebenfalls zur Bestandänderung bei. Weitere Nachzuchten gab es bei Kugelgürteltieren, Stachelschweinen, Zebras, Schopfhirschen, Kudus, Ziegen, Schafen, Kängurus, Präriehunden und Roloway-Meerkatzen.

Der Nachwuchs bei den seltenen Roloway-Meerkatzen stellt europaweit gesehen ein besonderes Highlight dar: Jedes Jungtier unterstützt die Erhaltung der Art.

Der Zoo Heidelberg bleibt mit dem entsprechenden Artenschutzprojekt in Westafrika führend im Kampf um die Zukunft dieser hübschen Primaten, die zu den 25 bedrohtesten Affenarten der Welt zählen. Lokal leistet das auf dem Zoogelände beheimatete Feldhamsterprojekt einen großen Beitrag zum Artenschutz.

2015 wurden in Heidelberg 138 Hamster gezüchtet, die 2016 in der Region ausgewildert werden. (WIR BERICHTETEN) 

Traurige Nachrichten: Todesfälle

Leider schlagen auch traurige Nachrichten bei der Zooinventur zu Buche. Besonders der Tod des Schimpansen Henry war für das Zooteam ein großer Verlust. Nach einem schweren Bandscheibenvorfall, der zur Lähmung beider Beine führte, starb Henry drei Tage nach der Operation an Herz- und Organversagen.

Weitere Todesfälle hatte der Zoo unter den älteren Tieren zu verzeichnen. Der Luchs und eine Zebrastute hatten schon Altersrekorde erreicht und aufgrund schwerer Erkrankungen entschloss man sich ebenso wie bei Löwe Josef zur Euthanasie.

Mit fast 20 Jahren gehörte Josef zu den ältesten Löwen, die derzeit in Zoos leben. Das Vogelrevier bedauerte den unerwarteten Verlust eines Palawan-Pfaufasans, der aus einem englischen Zoo übernommen wurde und einige Tage nach seiner Ankunft starb.

Stressige Tiertransporte 

Ähnlich wie bei einem Revierwechsel im Freiland, führen auch Tiertransporte, obwohl stets das Wohl des Tieres überwacht wird, zu möglichen Stresssituationen, die in Einzelfällen zum Ausbruch latenter Erkrankungen führen können.

Tiertransporte sind jedoch zum Austausch von Tieren aus anderen Zoos im Rahmen von Zuchtprogrammen zum Erhalt gefährdeter Tierarten nicht vermeidbar. So wurden eine in der Natur mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits ausgerottete Unterart der Honigpapageien, die Mitchel-Loris, und weitere Vogelarten neu in die Obhut des Heidelberger Zoos übergeben. 

In die Jungbullen-Gemeinschaft der Asiatischen Elefanten, die ebenso Teil eines Erhaltungszuchtprogrammes bildet, kam wieder Bewegung. 

Bulle Voi Nam zog zurück in seinen Heimatzoo nach Leipzig. Ludwig, der mit knapp fünf Jahren seine Geburtsgruppe im Zoo München verlassen musste, übernahm das freigewordene „Zimmer“ in der kleinen Elefantengruppe

Im Haustierbereich ergänzen seit letztem Jahr Vertreter des Roten Höhenviehs und der Rhönschafe den Bestand für den künftigen Streichelzoobereich. Zuletzt gingen im Herbst zwei der Seychellen-Riesenschildkröten vorübergehend an den Zoo Karlsruhe.

Ergebnis der Inventur

Nach all diesen Wechseln, die im Laufe des letzten Jahres stattfanden, wurden somit am 31.12.2015 die aktuellen Bestände mit 2669 Tiere in 180 Arten im Zoo Heidelberg erfasst – darunter natürlich auch die 25 Rhesusaffen.

Foto: Peter Bastian/Zoo Heidelberg Rhesusaffen im Zoo Heidelberg

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>>> Im Zoo Heidelberg ist einiges los 

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