Stadt stellt Ergebnisse vor

Heidelberg-Studie 2017: 70 Prozent für Videoüberwachung

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Vertreter der Stadt stellen die Heidelberg-Studie 2017 im Rathaus vor.

Heidelberg - Wo drückt den Heidelbergern der Schuh? Was läuft im Stadtgebiet gut und wo gibt es noch Verbesserungsbedarf? Das sind auch in diesem Jahr zentrale Themen der Heidelberg-Umfrage:

Die Stadt Heidelberg will es genau wissen. In ihrer ,Heidelberg-Studie‘ 2017 holen sie insgesamt 1.015 Bürger an den Telefonhörer. Am Montag (16. April) stellen sie deren Ergebnisse vor.

Der Schwerpunkt der Erhebung liegt auf dem Thema Digitalisierung. Doch das allgemeine Wohlbefinden und Verbesserungswünsche werden ebenso angehört. „Auch im Hinblick auf den nächsten Doppelhaushalt. Die Studie hilft uns, unsere Ressourcen zielgerichteter zu planen“, so Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck.

Das wichtigste Fazit

Das wohl wichtigste Fazit: 98 Prozent der Bürger fühlen sich wohl in der Neckarstadt. Die Bereiche, die ihnen besonders wichtig sind, scheinen das zu belegen. Denn die Dinge, die bemängelt werden, hören sich eher wie Luxusprobleme an.

Unangefochten auf Platz eins ist abermals der Verkehr. Alles in allem geben ihn 59 Prozent als wichtigstes Thema an. Wohnungsmarkt und Mieten rangieren auf Platz zwei (22 Prozent). Danach erst folgt das Thema Kriminalität – mit fünf Prozent.

Studie repräsentativ?

Doch wie repräsentativ ist die Studie? Jürgen Odszuck räumt jedenfalls ein, dass die Ergebnisse „nicht immer kohärent“, die Aussagen „natürlich sehr stark subjektiv geprägt sind“.

So zeigt die Umfrage beispielsweise ein äußerst geringes kommunalpolitisches Interesse. Trotzdem wünschen sich  92 Prozent mehr politische Teilhabe und wollen in wichtigen Entscheidungen involviert sein.

Eine Ausgabe der Heidelberg-Studie 2017.

Ein ähnliches Phänomen spiegelt sich in dem Wunsch nach einer intelligenten Videoüberwachung wider. Diese befürworten immer hin rund 70 Prozent der Heidelberger – die ja eigentlich angeben, sich wohlzufühlen.  

Ein weiteres Fragezeichen ergibt sich, wenn man sich die Heidelberger Sicherheitsumfrage 2017 anschaut. Da geben 18 Prozent an, dass sie ihre Freizeitaktivitäten – aus Angst Opfer eines Verbrechens zu werden – einschränken.

Stadt ergreift Maßnahmen

Nichtsdestotrotz hat die Stadt einige Maßnahmen auf dem Zettel stehen, welche die Felder Verkehr und Wohnungen betreffen.

In den nächsten zehn Jahren wollen wir 10.000 Wohnungen errichten. Damit erweitern wir den Wohnungsbestand um 15 Prozent“, so der Erste Bürgermeister.

So sollen jährlich 800 aus dem Boden gestampft werden, durch Subventionen und Landesförderungen auch für Geringverdiener erschwinglich sind. Auch wenn die Problematik „längst in der gesellschaftlichen Mitte“ angekommen sei, so Odszuck weiter.

Drahtesel allseits beliebt

Was das Thema ,Verkehr‘ angeht, setzen sich gewisse Trends weiter durch. Beliebtestes Verkehrsmittel der Heidelberger ist und bleibt das Fahrrad. Dicht gefolgt vom Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV; 29 Prozent) und dem Auto (25 Prozent). 

>>> Fahrrad-Wahnsinn: So viele Heidelberger rollten 2017 durch die Plöck!

Die Fahrrad-Tendenz ist steigend, die Stadt wolle aber einiges tun, um sie weiter zu verstärken, erklärt der Erste Bürgermeister und verweist auf das Thema ,Lückenlose Radverkehrswege an dem man gerade dran sei.

Neue Mobilitäts-App

Außerdem, so Nicole Huber von der Stadt Heidelberg, sei man gerade in der Entwicklung einer regionalen Mobilitäts-App. Diese werde vor allem Car-Sharing- und ÖPNV-Nutzern zu gute kommen.

>>> Interaktive Karte von VRN: Alle Verbindungen auf einen Blick!

Huber referiert außerdem über den Schwerpunkt der Heidelberg-Studie, der Digitalisierung. Ein Thema, das vor allem für die Altersgruppe der unter 30-Jährigen immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Digitalisierung gewinnt an Bedeutung

Mittlerweile sind es insgesamt schon 18 Prozent, die ihre Amts-Angelegenheiten per Internet und eMail regeln. Übers Telefon sind es 21 und 64 Prozent bevorzugen noch den persönlichen Kontakt.

Als größte Maßnahme nennt Huber den umfangreichen Ausbau des Breitbandnetzes

gs

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