Neue Maßnahmen für mehr Ruhe in Altstadt

Kein Nachtbürgermeister für Heidelberg, aber...

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Heidelberg - Amsterdam hat ihn, London hat ihn – und seit kurzem auch Mannheim: einen Nachtbürgermeister! In Heidelberg verzichtet man aber auf einen Nightmayor. Wie man dennoch für mehr Ruhe im Nachtleben sorgen will:

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Gemeinderat nach langem Hin und Her eine neue Sperrzeitenverordnung für die Kernaltstadt erlassen: Sonntags bis Mittwochs dürfen die Kneipen bis 1 Uhr geöffnet sein, Donnerstags bis 3 Uhr und Freitag und Samstag bis 4 Uhr.

Ein Nachtbürgermeister - so wie in London, Amsterdam und seit August 2018 auch in Mannheim - ist für Heidelberg allerdings nicht vorgesehen. Stattdessen entschied der Gemeinderat, ein flankierendes Maßnahmenpaket auf den Weg zu bringen, um die Lärmbelästigung für die Altstadtbewohner in Zukunft drastisch zu senken. Neben der weiteren Aufstockung des Kommunalen Ordnungsdiensts (KOD) und einer zentralen Moonliner-Abfahrt am Uniplatz ist außerdem der Einsatz eines Lärmbeauftragten vorgesehen. Dieser soll sich um die Belange von Wirten, Anwohnern und Verwaltung kümmern und mögliche Konflikte entschärfen.

Der Heidelberger Gemeinderat stimmt am Dienstag (24. Juli 2018) für eine neue Sperrzeiten-Verordnung für die Altstadt.

>>> Themenseite: Sperrzeiten in Heidelberg

Noch ist unklar, wer diese Aufgabe übernimmt und wo sie organisatorisch angesiedelt sein wird. Wegen der Sperrzeiten für die Kneipen und Bars liegen sich Anwohner und Gemeinderat seit langem in den Haaren. Nach der letzten Entscheidung der Stadträte für eine relativ laxe Sperrzeitenregelung wollen rund 30 Bewohner aus der Altstadt wieder vor Gericht ziehen.

Fotos von der Wahl zum Nachtbürgermeister in Mannheim

dpa/rob

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