Gut abgeschnitten

Heidelberger haben es nicht weit zum Einkaufen

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Für „nur“ 23.000 Heidelberger ist die Versorgungslage problematisch.

Heidelberg - 84 Prozent der Einwohner haben ein Lebensmittelgeschäft in fußläufiger Entfernung, so der aktuelle Bericht des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt:

Vier von fünf Einwohner haben mindestens ein Lebensmittelgeschäft in fußläufiger Entfernung (bis zu 500 Meter). Mehr als jeder Zweite (rund 55 Prozent) muss zum Einkauf sogar weniger als 250 Meter zurücklegen. Der Bericht zum Nahversorgungsangebot wird dem Gemeinderat am Dienstag vorgestellt.

Vor allem die innerstädtischen Wohngebiete, die Stadtteile Altstadt, Weststadt, Neuenheim und Bergheim mit Ausnahme des westlichen Teils, weisen ein gutes und überdurchschnittliches Nahversorgungsangebot an Lebensmittelgeschäften, Bäckereien und Metzgereien auf. Auch die Bahnstadt verfügt über eine überdurchschnittliche Versorgungslage. 

Handschuhsheim, Ziegelhausen, Rohrbach und Wieblingen sind durchschnittlich versorgt. Im Pfaffengrund und in Kirchheim wird die Versorgung dagegen als unterdurchschnittlich bewertet.

Schwach ist das Angebot in den – mit Ausnahme des Emmertsgrunds – kleineren Stadtteilen mit weniger als 5.000 Einwohnern: Schlierbach, Südstadt und Boxberg.

Aktuell sind sechs Lebensmittelmärkte geplant, unter anderem in Schlierbach, im Pfaffengrund, in der Südstadt und in der Bahnstadt: Dadurch wird sich das Angebot vor Ort kurzfristig wesentlich verbessern und es wird keinen vollständig unterversorgten Stadtteil mehr geben.

Das Amt für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung setzt sich für die Sicherung und Neuansiedlung von Nahversorgungsangeboten in fußläufiger Entfernung der Bewohnerinnen und Bewohner ein. Auch wenn die Möglichkeiten der Einflussnahme für die Stadtverwaltung begrenzt sind: Durch die Umsetzung der Handlungsempfehlungen des 2013 vom Gemeinderat beschlossenen Nahversorgungskonzeptes wurde die Nahversorgung in Heidelberg weitestgehend verbessert.

Zahlen und Fakten

  • In Heidelberg gibt es 230 Verkaufsstellen des Lebensmitteleinzelhandels und -handwerks: 93 Lebensmittelgeschäfte, 108 Bäckereien und 29 Metzgereien.
  • Auf einer Gesamtverkaufsfläche von circa 56.000 Quadratmetern wird ein Umsatz von rund 400 Millionen Euro erzielt.
  • Unter den 93 Lebensmittelgeschäften finden sich 50 Supermärkte und Discounter.
  • Aktuell sind sechs neue Lebensmittelgeschäfte in Heidelberg geplant.
  • Für rund 23.000 Heidelbergerinnen und Heidelberger ist die Versorgungslage problematisch.
  • Im Vergleich zum Jahr 2008 sind die Verkaufsstellen im Bäckerhandwerk (von 112 auf 108) und von Metzgereien (von 39 auf 29) rückläufig.
  • Die Zahl der Lebensmittelgeschäfte ist seither von 100 auf 93 Betriebe zurückgegangen.
  • Die meisten realen Betriebsaufgaben seit 2008 gab es in der Altstadt und in Handschuhsheim (jeweils acht).

pm

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