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Nach 58 Jahren: Helga (79) sucht verzweifelt Tochter Sonja!  

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Die kleine Sonja in Alter von etwa einem Jahr. (Undatierte Aufnahme von 1960)

Heidelberg – 1958 brachte Helga Junker (79) ihre Tochter Sonja auf die Welt – und gab sie schweren Herzens zur Adoption frei. Jetzt, an ihrem Lebensabend, würde sie ihr gerne noch ein paar Worte sagen... 

1957 flieht die 17-jährige Helga Junker aus Gera, einer Stadt in Thüringen, vor den Kommunisten nach West-Deutschland. In Heidelberg will sie sich ein besseres Leben aufbauen. Doch es kommt anders... Sie wird ungewollt schwanger und bringt ganz alleine am 26. Mai 1958 in Heidelberg eine Tochter auf die Welt. Sie nennt sie Sonja. Der Vater, ein US-Sergeant will nichts von den beiden wissen und fährt noch während der Schwangerschaft in die USA um dort eine andere Frau zu heiraten. Wie soll sie sich um ihr Kind kümmern? Sie fühlt sich hilflos und verlassen.

Die junge Helga Junker. (Undatierte Aufnahme)  

Helga, mittlerweile 18 Jahre alt, weiß sich nicht anders zu helfen und entschließt sich das Kind zur Adoption freizugeben. Nach einem Jahr im Heim wird die kleine Sonja von einem US-Sergeant mit dem Namen Shoemaker und seiner Frau adoptiert. Er hat keine eigenen Kinder. „Es war eine gute Familie. Ich wusste, sie ist dort besser aufgehoben als bei mir“, ist sich Helga mehr als ein halbes Jahrhundert später immer noch sicher. 

„Ich habe sie nicht vergessen.“

Helga bleibt noch bis ins Mai 1966 in Heidelberg. Ab und zu kommt Shoemaker mit Sonja zu ihr in den Laden, in dem sie arbeitet. Dass Helga ihre leibliche Mutter ist, weiß sie nicht. Der Schmerz ist groß. „Ich denke jeden Tag an Sonja, ich habe sie nicht vergessen.“

Das letzte Mal sieht Helga ihr Kind 1965, als Sonja die American School auf Mark Twain besucht. Doch dann bricht der Kontakt ab, Helga heiratet und zieht mit ihrem Ehemann in die USA, nach Troy, Michigan in der Nähe von Detroit.

Jetzt ist Helga mit ihren 79 Jahren immer noch in Troy – wieder ganz allein. Nach nur acht Jahren Ehe kam die Scheidung, weitere Kinder hatte sie nach Sonja keine mehr. „Ich wollte keine anderen Kinder. Niemand hätte Sonja ersetzen können.“ 

Jetzt – 58 Jahre später – hat die Seniorin ihren ganzen Mut zusammengenommen und macht sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Tochter. Doch aus der Distanz ist das mehr als schwierig – deswegen hat sich Helga an HEIDELBERG24 gewendet und um Hilfe gebeten.  

Doch warum erst jetzt? „Ich habe mich geschämt und hatte Angst vor dem was sie sagt. Ich bin schon alt und krank, ich weiß nicht wie lange ich noch zu leben habe.“

Was will sie Sonja sagen? 

„Es ging alles so schnell, ich kann immer noch nicht fassen was ich getan habe. Ich will einfach sehen, wie sie aussieht und ihr sagen, dass es mir leid tut.“ 

Du kannst helfen: Kennst du Sonja oder jemand der sie kennen könnte? Warst Du Mitte der 60-er vielleicht zusammen mit ihr auf der American School auf Mark Twain? Weißt Du, wo sie sich zurzeit aufhält? Oder kennst Du ihre Adoptiveltern Shoemaker? Hinweise bitte per E-Mail an 2424@headline24.de.

Wir halten Dich auf dem Laufenden! 

kp

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