Hilfe im kalten Winter

Wo Obdachlose in Heidelberg übernachten können

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Hilfsangebote für Obdachlose über Winter (Symbolfoto)

Heidelberg - Wenn die Tage wieder am dunkelsten sind und der Wind eisig durch die Straßen fegt, haben es Obdachlose besonders schwer. Darum bietet die Stadt diese Hilfsangebote an:

Rund 70 Menschen in Heidelberg sind obdachlos. Sie haben kein Dach über dem Kopf, keine Wärme, die sie schützt, und kein Rückzugsort, wenn es draußen regnet und schneit. Krankheit und sogar der Kältetod sind die täglichen Gefahren dieser Menschen. Es ist daher unglaublich wichtig, ihnen zu helfen und ihnen Unterkünfte anzubieten. 

>>> Eisige Temperaturen! Wie Du Obdachlosen im Winter helfen kannst

Über 240 Übernachtungsplätze in Heidelberg

Die Stadt stellt ein großes Angebot für wohnungslose Menschen zur Verfügung:

  • bis zu 80 Plätze bei Obdach e.V. im ganzen Stadtgebiet
  • bis zu 70 Plätze im Wichernheim der evangelischen Stadtmission in der Altstadt
  • 4 Plätze für wohnungslose Frauen im Mörgelgewann in Kirchheim (betreut durch die evangelische Stadtmission)
  • 6 Plätze zur Betreuung in eigenem Wohnraum und zur nachgehenden Betreuung (betreut durch die evangelische Stadtmission) im gesamten Stadtgebiet
  • 5 Plätze zur Betreuung von jungen Volljährigen (betreut durch die Jugendagentur Heidelberg) in verschiedenen Stadtteilen
  • 1 Tagesstätte mit Fachberatung für wohnungslose Menschen im Karl-Klotz-Haus in der Weststadt (betrieben durch den SKM)
  • 1 Tagesstätte mit Fachberatung für wohnungslose Frauen im „FrauenRaum“ im Mörgelgewann 17/2 in Kirchheim (betrieben durch den SKM)

Eine weitere Anlaufstelle gibt es seit dem 16. November in Rohrbach

Die Stadt Heidelberg hat in Kooperation mit dem Katholischen Verein für soziale Dienste in Heidelberg (SKM) dort wieder ihr Winter-Notquartier geöffnet. Bis Ende März 2018 gibt es hier zusätzlich 24 Übernachtungsplätze für wohnungslose Menschen, darunter fünf Plätze für Frauen, die ihren Lebensmittelpunkt in Heidelberg haben.

Die Nutzungszahlen der vergangenen Jahre zeigen, dass die vorhandenen Schlafplätze ausreichend sind“, versichert die Leiterin des Amtes für Soziales und Senioren der Stadt Heidelberg Angelika Haas-Scheuermann. Zu beobachten sei, so Haas-Scheuermann, dass Menschen ohne festen Wohnsitz in der Winterzeit teils auch bei Verwandten oder Freunden unterkommen oder aus unterschiedlichsten persönlichen Gründen Angebote nicht annehmen.

Im Vergleich zu anderen Städten Baden-Württembergs gibt es in Heidelberg ein überdurchschnittlich großes Angebot an Plätzen im ambulant betreuten Wohnen sowie die speziellen Angebote für wohnungslose Frauen. Daneben finanziert die Stadt Heidelberg eine Streetwork-Stelle. Sozialarbeiter sind so direkte Ansprechpartner für die Menschen auf der Straße. Zudem gibt es die Fachstelle für Wohnungsnotfälle der Stadt Heidelberg, die Unterkünfte für wohnungslose Menschen bereitstellt, diese bei der Wohnungssuche unterstützt und hilft, bestehenden Wohnraum zu sichern, wenn ein Verlust droht.

pm/jol

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