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Heidelberg: Was tun bei Starkregen und Hochwasser? Stadt veröffentlicht Gefahrenkarten

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Von: Daniel Hagen

Ein Pegel zeigt Hochwasser an.
Stadt Heidelberg gibt Tipps zum Umgang mit Starkregen und Hochwasser. (Archivfoto) © Julian Buchner / Einsatz-Report24

Heidelberg - Nach der Hochwasser-Katastrophe in NRW und RLP veröffentlicht die Stadt Heidelberg Tipps für den Notfall und Starkregengefahrenkarten.

Vor drei Wochen gehen Bilder aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen durch ganz Deutschland. Starke Regenfälle sorgen für eine Hochwasser-Katastrophe, durch die zahlreiche Menschen sterben, vermisst werden oder ihr Hab und Gut verlieren. Das Szenario zeigt, welche Schwachstellen manche Städte und Kreise im Umgang mit zu großen Wassermassen haben. Auch in anderen Bundesländern stellen sich Menschen seitdem die Frage, wie der Hochwasser-Schutz bei ihnen aussieht. Die Stadt Heidelberg hat nun Tipps bei Starkregen und Gefahrenkarten veröffentlicht, die im Notfall Leben retten können.

„Durch ein vom Land Baden-Württemberg gefördertes Projekt hat Heidelberg als eine der ersten Städte im Land bereits ein umfangreiches Starkregenrisikomanagement auf die Beine gestellt“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Heidelberg. Diese Karten sind seit 2020 auch online unter www.heidelberg.de/starkregen einsehbar. Sie zeigen auf, wo es bei Starkregen zu Problemen kommen kann. So gibt es ein paar Stellen, wie zum Beispiel der Bereich unter der Alten Brücke, an denen es alljährlich Hochwasser gibt.

NameHeidelberg
LandBaden-Württemberg
Bevölkerung161.485 (Stand: 31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (Parteilos)

Heidelberg: Stadt veröffentlicht Gefahrenkarten für Starkregen

Die Starkregengefahrenkarten simulieren Abflusswege und mögliche Problemstellen im Heidelberger Stadtgebiet für drei unterschiedliche Szenarien:

Eine besondere Gefahrenlage besteht vor allem bei Hanglagen sowie kleinen Gewässern, Rinnen und Klingen. Hier können nicht nur hohe Überflutungstiefen auftreten, sondern auch durch schnell fließendes Wasser sowie erodiertes Material Schäden entstehen. Laut einer Auswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft und des Deutschen Wetterdienstes sind in den Jahren 2001 bis 2017 vor allem Ziegelhausen, Schlierbach und Handschuhsheim von Starkregenereignissen betroffen gewesen.

Heidelberg: So bereitest Du Dich auf heftige Unwetter vor

Heftige Unwetter mit viel Regen treffen vor allem in der Zeit zwischen Mai und September auf. Die Vorwarnungen kommen meist nur kurz vorher. Falls dann weder die Kanalisation noch der Boden das Wasser aufnehmen können, ist es wichtig, richtig vorbereitet zu sein:

Heidelberg: Stadt plant weitere Schutzmaßnahmen

Die Stadt Heidelberg verlässt sich beim Schutz ihrer Bürger aber nicht nur auf die Gefahrenkarten, sondern will noch weitere Vorkehrungen treffen. Andere Maßnahmen betreffen die Bauleitplanung oder Flächenvorsorge. Große Rückhalteräume lassen sich oft aber nur sehr schwer realisieren. So ist nach einem Starkregenereignis im Jahr 2016 ein Einlaufbauwerk in der Hirschgasse errichtet worden. Die Stadt möchte zudem die Prognose und Warnung von Starkregenereignissen verbessern.

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Seit Ende April 2021 gibt es den Klima-Kompass unter klimakompass.heidelberg.de auf dem Umweltdaten gesammelt und online in Echtzeit bereitgestellt werden. So sollen Niederschlagsdaten in der Zukunft helfen, ein besseres Bild von der Lage zu bekommen. Auch die Stadt Neckargemünd hat vor kurzem Gefahrenkarten für solche Szenarien veröffentlicht.

Heidelberg: So verhälst Du Dich bei einer Gefahrensituation

Das Wichtigste ist, Gefahrenwarnungen ernst zu nehmen, Anweisungen von Einsatzkräften zu folgen und sich nicht selbst in Lebensgefahr zu begeben, um andere oder seine Sachen zu retten. Außerdem gilt:

Bilder von Schäden und Überflutungen sowie wertvolle Hinweise für Maßnahmen können an ein interaktives Beteiligungsportal auf www.heidelberg.de/starkregen oder an die E-Mail starkregen@heidelberg.de geschickt werden. (pm/dh)

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