Hochwasser, Starkregen, Hitze

Heidelberg will sich für Klimawandel wappnen

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Hochwasser am 30. Mai 2016 in Heidelberg.

Heidelberg - Hochwasser, Starkregen, Hitzebelastung – der Klimawandel wirft seine Schatten voraus. Die Stadt will sich rechtzeitig auf eine „Mediterranisierung“ des Klimas einstellen. 

„Mediterranisierung des Klimas“ – klingt doch erst einmal nach Badeseewetter und lauen Sommernächten, oder?

Die Umschreibung steht aber leider auch für die negativen Auswirkungen des Klimawandels: im Südwesten vor allem für gestiegene Hochwassergefahr, häufigeren Starkregen und mehr Tage mit extremer Hitzebelastung.

Mit Blick auf diese Klimaereignisse will die Stadt jetzt passende Schutz- und Vorsorgemaßnahmen entwickeln. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause (Dienstag, 25. Juli, 16:30 Uhr) diskutiert wird.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für die kommenden Jahrzehnte einen Anstieg der Durchschnittstemperaturen mit häufigeren Hitzephasen im Sommer mit weniger Niederschlägen, dafür aber heftigen Starkregen. Im Winter rechnet der DWD mit mehr Niederschlägen, die das Risiko für Hochwasser erhöhen.

Vor allem für diese Bereiche (Hitze, Starkregen, Hochwasser), in denen „mit einer Zunahme an Personen- und Sachschäden zu rechnen ist“, sieht die Kommune „vordringlichen Handlungsbedarf“, will entsprechende Vorsorgemaßnahmen konzipieren.    

Hochwasser und Starkregen

In Sachen Hochwasser soll unter Federführung von Feuerwehr und Tiefbauamt ein Maßnahmenkonzept erarbeitet werden. 

Der letzte Starkregen verursachte Ende Mai 2016 in Heidelberg einen Schaden von über einer Million Euro. Aufgrund eines Leitfadens soll ein Heidelberger Gutachterbüro ein „Starkregenrisikomanagement“ erarbeiten, das sich vor allem auf die Hangbereiche im Stadtgebiet beziehen soll. Ein entsprechendes Handlungskonzept soll von Gutachter, Tiefbauamt, Landschafts- und Forstamt und Umweltamt aufgesetzt werden.

Dauerregen hält Feuerwehren in Atem

Maßnahmen gegen Hitzebelastung

Eine Prognose für die Temperaturentwicklung geht davon aus, dass sich die Anzahl der Tage mit gesundheitsschädlicher Hitzebelastung in Heidelberg bis 2050 verdoppeln wird. Die Zahl der Tropennächte (nicht unter 20 Celcius) steigt demnach sogar um das Vierfache!

Durch Berücksichtigung von „bioklimatischen Aspekten wie Belüftung, Beschattung, Frischluftbildung durch hohes Grünvolumen, Kühlung durch Wasserverdunstung und Dachbegrünung könne man einen wichtigen Beitrag zur Risikominderung leisten, heißt es in der Vorlage. 

Aufgrund der Erfahrungen des bioklimatischen Rahmenplans Rohrbach-Hospital sollen Stadtplanungsamt, sowie Landschafts- und Forstamt ein technisches und planerisches Konzept zur Minderung der Hitzebelastung vorlegen. 

rmx 

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