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10 Jahre IBA Heidelberg: Ausstellung im neuen Karlstorbahnhof päsentiert alle Projekte

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Von: Florian Römer

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Zehn Jahre lang war die Internationale Bauausstellung (IBA) in Heidelberg aktiv. Zum Finale werden alle Projekte gezeigt, die die IBA in der Wissenschaftsstadt angestoßen hat.

Seit 2012 hat die Internationale Bauausstellung (IBA) in Heidelberg die Wissensgesellschaft im Fokus. Mit Blick auf die Frage, welchen Beitrag Städtebau und Architektur leisten können, um Städte für die Zukunft zu rüsten, hat die IBA in der Universitätsstadt 23 Projekte initiiert und umgesetzt. Auf der finalen Ausstellung im neuen Karlstorbahnhof können sich Besucher einen Überblick über das Wirken der IBA Heidelberg verschaffen.

NameInternationale Bauausstellung Heidelberg
MottoWissen | schafft | Stadt
Zeitraum2012-2022
Geschäftsführender DirektorMichael Braum

IBA Heidelberg: Finale Ausstellung startet im neuen Karlstorbahnhof

Am Freitag (29. April) beginnt die finale Ausstellung der IBA Heidelberg im neuen Karlstorbahnhof in der Südstadt. Bis zum 26. Juni bekommen Besucher einen Eindruck von den Projekten, die die Bauausstellung angestoßen und umgesetzt hat. 23 Projekte hat die IBA unter dem Motto „Wissen schafft Stadt“ seit 2012 initiiert, erklärt IBA-Chef Michael Braum bei einem Vorab-Termin am Donnerstag (28. April).

Neun dieser IBA-Projekte sind bereits realisiert, etwa das neue Haus der Jugend, das nach den Osterferien den Vollbetrieb aufgenommen hat. Elf weitere Vorhaben wie der Neubau des Dokumentations- und Kulturzentrum der Sinti und Roma in der Altstadt oder die neue Neckarbrücke ins Neuenheimer Feld sind noch in der Mache. Aus Mannheim werden zudem drei „Gastprojekte“ präsentiert ‒ darunter die Multihalle, die während der BUGA23 als Schauhalle fungieren wird.

Braum: IBA findet „architektonische Antworten auf Krisen der Zeit“

In den vergangenen zehn Jahren habe die IBA alle großen Namen in Sachen Städtebau und Architektur sowie aus anderen Wissenschaftsfeldern nach Heidelberg geholt, resümiert Braum. Beispielsweise die Stadtplaner und Architekten Matthias Sauerbruch und Volker Staab, aber auch umstrittene Persönlichkeiten wie Richard David Precht. „Als ‚think & do-tank‘ war es für die IBA immer wichtig, neue Wege der Stadtentwicklung für die Wissensgesellschaft zu finden“, so Braum. Den aus den Projekten entstandenen Diskurs wertet der IBA-Chef als „Gewinn für Heidelberg“.

Daneben habe man das Thema der Bauausstellung insofern erweitert, dass man mit den Projekten „architektonische Antworten auf Krisen finden“ wollte. Auf die Nachwehen der Finanzkrise und deren Auswirkungen auf den Immobilienmarkt habe man mit Entwicklung des neuen Stadtteils PHV ein Zeichen gesetzt. Aber auch auf die Flüchtlingskrise habe die IBA etwa mit der „Muslimischen Akademie“ oder auf die Corona-Pandemie mit dem „Anderen Park“ in der Südstadt Antworten gefunden, findet Braum.

Riesiges Modell gibt Überblick über IBA-Projekte in der Stadt

Einen Überblick über die IBA-Projekte in Heidelberg kann man sich jetzt im neuen Karlstorbahnhof verschaffen: „Im Eingangsbereich kommen auf vier Monitoren unterschiedliche Akteure zu Wort“, erklärt Ausstellungskuratorin Dorothea Deschermeier. Zu den „Talking Heads“ zählen aber nicht nur hochrangige Vertreter aus Wissenschaft, Architektur und Politik, auch Schüler kommunizieren ihre Erwartungen an die IBA.

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Ein Highlight der Final-Präsentation ist sicher das rund 75 Quadratmeter große Stadtmodell im Maßstab 1:5.000, in dem alle Gebäude, Quartiere und Strategieräume abgebildet sind, mit denen sich die IBA in den letzten zehn Jahren befasst hat. Ein erhöhter Steg ermöglicht es, das Modell von oben zu studieren. Die drei Mannheimer Gastprojekte finden sich an einer Wand des Ausstellungsraums wieder.

Ein über 70 Quadratmeter großes Stadtmodell gibt einen Überblick über alle IBA-Projekte in Heidelberg.
Ein über 70 Quadratmeter großes Stadtmodell gibt einen Überblick über alle IBA-Projekte in Heidelberg. © Florian Römer/HEIDELBERG24

Nähere Infos zu allen IBA-Projekten in der „Black Box“

Im künftigen Konzertsaal des neuen Karlstorbahnhof, der „Black Box“, wird jedes IBA-Projekt auf großen Tafeln und anhand eines eigenen Modells erklärt, ergänzt Ausstellungsdesigner Thomas Rustemeyer. Die einzelnen Projekte werden durch Baugerüste miteinander verbunden. Das Sandsteinmodell des neuen Konferenzzentrums wiegt über 200 Kilo, verrät Rustemeyer. Sechs Männer waren nötig, um es in den Ausstellungsraum zu hieven. Im letzten Raum wird der IBA-Film „Die IBA und ihre Story“ gezeigt.

Ausstellungsdesigner Thomas Rustemeyer erklärt den Aufbau der finalen IBA-Ausstellung im neuen Karlstorbahnhof in Heidelberg-Südstadt.
Ausstellungsdesigner Thomas Rustemeyer erklärt den Aufbau der finalen IBA-Ausstellung. © Florian Römer/HEIDELBERG24

Rund um die Ausstellung gibt es etliche Veranstaltungen zum IBA-Finale. Los geht‘s am Freitag (9:30 Uhr) mit der Auftaktkonferenz in der St. Michael-Kirche (Kirschgartenstraße 35). Weitere Infos zur IBA Heidelberg unter iba.heidelberg.de. (rmx)

Finale IBA-Ausstellung

Wo: Neuer Karlstorbahnhof, Marlene-Dietrich-Platz 3, Heidelberg-Südstadt

Öffnungszeiten: 29.4.-26.6., Di-Fr 15-20 Uhr, Sa, So & Feiertag: 12-18 Uhr

Eintritt: i.d.R. frei, für Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich

Führungen: Freitags, 18:30 Uhr; Mitglieder des IBA-Teams und des IBA-Kuratoriums geben in einer 1,5-stündigen Führung exklusive Einblicke in die Ausstellung. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt, um Anmeldung wird gebeten.

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