468 im letzten Jahr

Immer mehr Menschen lassen sich in Heidelberg einbürgern

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Immer mehr Menschen lassen sich in Heidelberg einbürgern (Archivofoto)

Heidelberg - Jedes Jahr kommen nicht nur viele Touris in die Stadt, sondern auch Menschen, die hier für immer leben wollen. Und jährlich steigt dadurch auch die Einbürgerungszahl:

Dass es nach Heidelberg jedes Jahr hunderte Menschen zieht, hat bereits das Statistische Landesamt bestätigt und nun steigt auch die Zahl der Einbürgerungen.

Insgesamt 468 Personen haben sich im vergangen Jahr in Heidelberg einbürgern lassen – nochmal 24 Menschen mehr als 2016 und 72 mehr als 2015.

Woher kommen die neuen Heidelberger?

Laut der Stadt Heidelberg sei vor allem der Brexit der Auslöser für die steigende Einbürgerungszahl. Im Jahr 2016 ließen sich 44 Briten einbürgern, in 2017 sind es 48 und die Tendenz steigt. 

Denn: Bis März 2019 ist es für britische Staatsbürger noch vergleichsweise einfach, innerhalb der ,EU-Familie' einen Pass zu beantragen. 

Außerdem registriert das Bürgeramt, dass sich vermehrt Spanier aus der Region Katalonien über eine Einbürgerung informieren – in acht Fällen gab es hier seit August 2017 bereits eine Einbürgerung“, so die Stadt am Donnerstag (18. Januar) in einer Pressemitteilung.

Bürgermeister Wolfgang Erichson setzt Tradition fort

Erichson überreicht auch 2018 die Einbürgerungsurkunden in seinem Dienstzimmer im Palais Graimberg. Dieses Mal erhält die gebürtige Iranerin Maryam Niazian, die seit 2005 mit ihrem Sohn in Heidelberg lebt, die letzte Urkunde für das Jahr 2017 und der ehemalige Kameruner Ulriche Orelien Yankam Nankep die erste für das Jahr 2018. Er hat an der Hochschule seine Freundin gefunden, die er bald heiraten wird. 

Bürgermeister Wolfang Erichson (Mitte) hat am 16. Januar 2018 Maryam Niazian (links) und Ulriche Orelien Yankam Nankep (rechts) die Einbürgerungsurkunden überreicht. Mit dabei Niazians Sohn und Nankeps Familie.

Heidelberg ist international

In der Mitteilung stellt die Stadt klar, dass Heidelberg eine „internationale, weltoffene und tolerante Stadt“ ist, „in der mittlerweile rund 38.000 Menschen mit Zuwanderungsgeschichte leben.“ Außerdem stellt sie sich gegen jegliche Form von Rassismus und Vorurteilen. Man will vermitteln, dass in Heidelberg Menschen anderer Nationen, Herkünfte, Religionen oder Kulturen willkommen sind und „als echte Bereicherung für die Stadt gesehen werden.“

pm/jol

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