Uni Heidelberg forscht nach

Studie über Clubsterben: Mythos oder traurige Tatsache?

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Der ‚Schwimmbad Club‘ wird im April 2017 abgerissen.

Heidelberg - Gibt es das „Clubsterben“ tatsächlich, oder ist es nur ein Mythos? Das soll eine Studie der Uni Heidelberg jetzt herausfinden – und auch Du kannst Deine Meinung dazu abgeben!

‚Clubsterben‘ könnte zum Unwort der letzten vier Jahre in Heidelberg werden. Immer wieder wird über Sperrzeiten in der Altstadt diskutiert, Kult-Clubs wie die ‚Nachtschicht‘ oder der ‚Schwimmbad Club‘ machen dicht. Wenn 2019 auch noch das ‚Ziegler‘ schließt, können in Heidelberg abends die Bordsteine hochgeklappt werden.

Studenten: Gerne! Feiern: Gerne woanders!

Auch wenn Heidelberg eine ‚Studentenstadt‘ ist und sich mit diesem Begriff gerne schmückt, bekommt man oft den Eindruck, dass jeder – sobald es um die Clubkultur in der Stadt geht – sich plötzlich von Studenten und anderen jungen Menschen abwendet. 

Fotos: Bye, bye Nachtschicht!

Natürlich blutet das Herz, wenn Kult-Institutionen verschwinden. Doch ist das nur subjektiv betrachtet der Fall, oder lässt sich das auch objektiv nachweisen? Was fehlt den Menschen in Heidelberg, oder fehlt ihnen überhaupt etwas? Das Kulturamt hat gemeinsam mit dem Amt für Wirtschaftsförderung bei der Uni Heidelberg eine Studie in Auftrag gegeben, die genau das herausfinden soll! 

Professor Johannes Glückler, Leiter des Geografischen Instituts, erklärt gegenüber HEIDELBERG24: „In unserer Studie geht es darum, die Vielfalt und Bedeutung, aber auch die Herausforderungen des Heidelberger Clubangebots zu bestimmen.“ Dabei werden beide Seiten beleuchtet – die der Heidelberger und die der Clubbetreiber. 

Ergebnisse nach Sommerpause im Gemeinderat

Eine Online-Umfrage soll die Meinung der Bürger miteinbeziehen. Glückler hofft hier auf eine „sehr aktive und möglichst umfassende Beteiligung vieler Mitbürger“. Alle Interessierten können die wenigen Fragen beantworten und so zur Clubkultur beitragen. 

>>> Hier geht es zur Online-Umfrage!

„Nein!“ zu den Sperrzeiten: Studis protestieren auf Heumarkt

In sogenannten Experten-Interviews mit Clubbesitzern will Glückler außerdem herausfinden, mit welchen Problemen und Beschränkungen die Clubs in Heidelberg zu kämpfen haben, wie sie ihr Angebot entwickeln und wo sie Unterstützung benötigen. Die Ergebnisse sollen dann Mitte September im Ausschuss für Kultur und Bildung vorgestellt werden.

jab

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