Höhere Preise durch große Nachfrage 

Grundstücksmarktbericht 2018: So viel kosten Immobilien in Heidelberg 

+
Für wiederverkaufte Eigentumswohnungen in den sehr teuren Lagen wurden 2017 durchschnittlich 4.482 Euro pro Quadratmeter gezahlt.

Heidelberg - Der Grundstücksmarktbericht 2018 belegt erneut die Attraktivität des Heidelberger Immobilienmarkt. Eine große Nachfrage und ein knappes Angebot lässt die Preise weiter steigen.

Grundlage für die Auswertungen aller tatsächlich in den Jahren 2016 und 2017 getätigten 2.922 Immobilienverkäufe in Heidelberg war die vom Gutachterausschuss geführte Kaufpreissammlung.

Die weit auseinander gehenden – auch innerhalb einzelner Stadtteile – Bodenrichtwerte und Immobilienpreise werden vom Gutachterausschuss in fünf Lageklassen eingeteilt. (1 = sehr teure Lagen bis 5 = sehr günstige Lagen)

Preise für neue Eigentumswohnungen 

Im Marktsegment Wohnungseigentum lagen die Kaufpreise in den beiden ausgewerteten Jahren 2016/2017 im Bereich Erstverkauf (Neubau) im Durchschnitt zwischen 6.845 Euro pro Quadratmeter (sehr teure Lagen) und 3.141 Euro pro Quadratmeter (mittlere Lagen).

Preise für wiederverkaufte Eigentumswohnungen 

Für wiederverkaufte Eigentumswohnungen wurden im Durchschnitt in den sehr teuren Lagen 4.189 Euro pro Quadratmeter (2016), 4.482 Euro pro Quadratmeter (2017), in den mittleren Lagen 2.464 Euro pro Quadratmeter (2016), 2.760 Euro pro Quadratmeter (2017) und in den sehr günstigen Lagen 1.608 Euro pro Quadratmeter (2016), 1.826 Euro pro Quadratmeter (2017) für den Quadratmeter Wohnfläche bezahlt. 

Das entspricht einer mittleren Preissteigerung von circa 10 Prozent in einem Jahr. Die größten Preissteigerungen ergaben sich in den günstigen Lagen.

Preise Eigenheime (Ein-/Zweifamilienhäuser)

Im Marktsegment Eigenheime (Ein-/Zweifamilienhäuser) im Bereich Erstverkauf konnten aufgrund des sehr geringen Angebots auf dem Immobilienmarkt nur vereinzelt Käufe registriert werden.

Preise wiederverkaufte Eigenheime (Ein-/Zweifamilienhäuser)

Für wiederverkaufte Eigenheime (Ein-/Zweifamilienhäuser) wurden im Durchschnitt der Jahre 2016/2017 in den sehr teuren Lagen 795.000 Euro (5.789 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche), in den mittleren Lagen 455.000 Euro (2.782 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche) und in den sehr günstigen Lagen 285.000 Euro (2.131 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche) bezahlt.

Heidelberg gehört zu den teuersten Wohnorten Deutschlands 

Beim interkommunalen Vergleich wird deutlich, dass Heidelberg nach wie vor zu den gefragtesten, preisstabilsten und damit auch teuersten Wohnorten Deutschlands gehört. 

Die Immobilienpreise bilden die hohe Lebensqualität Heidelbergs ab. Ob zum Wohnen, Arbeiten, Studieren oder als Investitionsstandort ist Heidelberg für alle Alters- und Interessengruppen eine attraktive Stadt. Deshalb konnten in den vergangenen Jahren die Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrisen den Heidelberger Immobilienmarkt nur geringfügig beeinflussen. Starke Preisschwankungen blieben den Heidelbergern erspart.

Es bleibt abzuwarten, ob die weitere Bebauung der noch freien Quartiere im Stadtteil Bahnstadt und die städtebauliche Entwicklung der Konversionsflächen zumindest teilweise zur Entspannung des hiesigen Immobilienmarktes beitragen werden.

Grundstücksmarktbericht

Der Grundstücksmarktbericht 2018 umfasst circa hundert Seiten und enthält zusätzlich eine CD-ROM mit der Bodenrichtwertübersicht 2017, der Lageklassenkarte 2018 und dem Marktbericht als PDF-Datei. Er ist zum Preis von 40 Euro erhältlich bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses im Vermessungsamt der Stadt Heidelberg, Gaisbergstraße 7, 69115 Heidelberg, Telefon 06221 58-24600, Fax 58-24900, E-Mail wertermittlung@heidelberg.de.

Informationen zum Gutachterausschuss, zu Verkehrswertgutachten und Bodenrichtwerten, zur Kaufpreissammlung und zum Grundstücksmarktbericht erhält man im Internet unter www.heidelberg.de/gutachterausschuss.

----

Mehr zum Thema:

>>>Stadtteil-Vergleich: DAS kostet der Quadratmeter!

>>>Günstiges Wohnen in Heidelberg: Dieses Projekt soll den Studenten-Traum erfüllen 

pm/kp

Mehr zum Thema

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.