Größter Anstieg in der Weststadt

Günstiger Wohnraum Mangelware: So drastisch steigen Heidelbergs Immobilienpreise 2018!

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Die Immobilienpreise in Heidelberg steigen immer weiter in die Höhe. (Archivbild)

Heidelberg - Die Mieten und Eigentumspreise in Heidelberg steigen immer weiter. Eine neue Analyse zeigt, wie drastisch die Preissteigerung 2018 war:

Ohne Zweifel: Heidelberg gehört zu den gefragtesten und teuersten Wohnorten Deutschlands! Kein Wunder, denn die Stadt hat viel zu bieten: Eine der besten Universitäten des Landes, die wunderschöne Neckarwiese und die lebendige Altstadt – auch wenn sie für den ein oder anderen Anwohner wohl zu lebendig scheint.

Die Stadt rechnet bis 2020 mit über 6.000 neuen Einwohnern. Doch das bringt auch Schattenseiten mit sich: Wohnraum ist begehrt und damit auch knapp! Das treibt die Immobilienpreise mächtig in die Höhe. Wie eine Analyse von „McMakler“ für das dritte Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahresquartal ergeben hat – sogar deutlich höher. „Die Nachfrage nach Wohneigentum ist ungebrochen und die Preise kennen derzeit auch in Heidelberg nur eine Richtung und die zeigt nach oben“, so Hanno Heintzenberg, Gründer und Geschäftsführer von McMakler.

Demnach soll der Immobilienpreis in 14 von 15 Bezirken Heidelbergs zwischen fünf und zehn Prozent gestiegen sind!

Immobilienpreise in Heidelberg nach Stadtteilen:

  • Neuenheim: 6.993 €/m2 (Preissteigerung um 6,9 %)
  • Handschuhsheim: 4.910 €/m2 (Preissteigerung um 6,8 %)
  • Weststadt: 4.767 €/m2 (Preissteigerung um 9,7 %)
  • Altstadt: 4.630 €/m2 (Preissteigerung um 9,4 %)
  • Bergheim: 3.650 €/m2 (Preissteigerung um 9,2 %)
  • Südstadt: 3.580 €/m2 (Preissteigerung um 7,8 %)
  • Bahnstadt: 3.520 €/m2 (Preissteigerung um 9,6 %)
  • Rohrbach: 3.475 €/qm2 (Preissteigerung um 7,1 %)
  • Wieblingen: 3.322 €/m2 (Preissteigerung um 7,8 %)
  • Schlierbach: 3.090 €m2 (Preissteigerung um 6,5 %)
  • Kirchheim 2.810 €/m2 (Preissteigerung um 4,1 %)
  • Pfaffengrund: 2.610 €/qm2 (Preissteigerung um 7,8 %)
  • Ziegelhausen: 2.620 €/m2 (Preissteigerung um 6 %)
  • Boxberg: 2.432 €/qm2 (Preissteigerung um 8,8 %)
  • Emmertsgrund: 2.110 €/qm2 (Preissteigerung um 7,1 %)
  • Damit liegt der Durchschnittspreis pro Quadratmeter bei 3.634 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Immobilienpreise in Heidelberg im Schnitt um 7,7 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Laut der Analyse kostet der Quadratmeter in Mannheim im Schnitt 2.911 Euro.

    Doch nicht nur die Preise, sondern auch der Mangel an Wohnraum führen dazu, dass Menschen immer öfter auf umliegende Städte und Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis ausweichen. Damit leidet auch das Umland darunter, denn auch hier steigen die Preise im Schnitt um 7 Prozent

    Neue Wohnungen in Heidelberg: Das sagt die Stadt zu den Bauplanungen

    Das Ziel der Stadt ist es, 800 neue Wohnungen jährlich zu schaffen. Das wurde 2017 deutlich verfehlt: Gerade einmal 272 Wohnungen wurden fertiggestellt! Doch wie sieht es 2018 aus?

    „Die Zahlen für 2018 liegen noch nicht vor. Der Bautätigkeitsbericht 2018 wird in der Regel im dritten Quartal veröffentlicht“, so Nina Stöber, Pressesprecherin der Stadt Heidelberg. Bereits Ende 2017 lagen Baugenehmigungen für 1.500 neue Wohnungen, die in den kommenden Jahren gebaut werden sollen, vor. Wie viele davon im Jahr 2018 tatsächlich fertiggestellt wurden, kann uns die Sprecherin nicht sagen. Geplant sind jedenfalls 4.000 neue Wohnungen bis 2021!

    Natürlich wird in den nächsten Jahren auf den ehemaligen Flächen des US Militärs neuer Wohnraum entstehen – zum Beispiel auf dem US Hospital Gelände oder dem Mark Twain Village. Das geht allerdings schleppend voran. „Dies ist allerdings den natürlichen Abläufen bei der Entwicklung großer Stadtteile geschuldet. So ist das östliche Areal in der Bahnstadt fast komplett fertiggestellt, während für die westliche Bahnstadt die Planungen laufen. Auf den Konversionsflächen befinden wir uns ebenfalls überwiegend im Planungsstadium“, erklärt Stöber. 

    Während es an bezahlbarem Wohnraum fehlt, entsteht in Rohrbach ein neues ‚Luxus‘-Wohnheim mit Café, Fitnessraum und Dachterrasse! Gedacht sind diese Wohnungen hauptsächlich, jedoch nicht nur für Studenten. Wie hoch die Mieten sein werden, ist noch nicht bekannt. Diese wird der Eigentümer, der noch nicht genannt werden möchte, festlegen! 

    Bezahlbare Neubauwohnungen in Heidelberg?

    So sind auf dem US Hospital Gelände 600 Wohnungen und auf dem Sickingerplatz im Mark Twain Village 250 neue Wohneinheiten geplant. Am Sickingerplatz ist der Abriss bereits in vollem Gange und sollte bis Ende Mai 2019 abgeschlossen sein. Auch die hässlichen Zäune entlang der Römerstraße verschwinden nach und nach.

    Konversion Südstadt – Bilder von Abriss und der Sanierung am Sickingenplatz!

    Zumindest auf dem US Hospital Gelände sind 10 Prozent der Wohnfläche als preisreduzierte Eigentumswohnungen zur Eigennutzung vorgesehen und 20 Prozent als „preisgedämpfte Mietwohnungen“ angeboten werden. Das heißt, dass der Quadratmeter zwischen 9,50 und 11 Euro kosten soll. Weitere 20 Prozent werden als geförderte Wohnungen zwischen 8 und 9 Euro der Quadratmeter angeboten.

    Auch im Mark Twain Village werden rund 70 Prozent der Wohneinheiten laut einem Beschluss des Gemeinderats als preiswerter Wohnraum angeboten. Hier sind im August 2016 bereits die ersten Mieter eingezogen

    Abriss der US-Wohnhäuser entlang der Römerstraße 

    Doch ob und wann sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Heidelberg egal ob Miete oder Eigentum bessert, bleibt abzuwarten.

    jab

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