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Heidelberg: Kampf gegen Impfpass-Fälscher – „Kriminelle Strukturen zerschlagen“

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Von: Eliran Kendi

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Coronavirus - Digitaler Impfausweis in der Apotheke
Zahlreiche Impfpässe liegen in einer Apotheke in einem Büro auf einem Tisch (Archivbild). © dpa/Sven Hoppe

Heidelberg - Gefälschte Impfnachweise sind vermehrt in Umlauf, auch in der Region. So will die Polizei dem kriminellen Geschäft mit Fake-Impfpässen den Garaus machen.

Hohe Corona-Fallzahlen, Überlastung deutscher Intensivstationen und jetzt auch noch die Omikron-Variante – angesichts der angespannten Corona-Lage ist die Immunisierung gegen das gefährliche Virus wichtiger den je. Zudem gilt mit der neuen Corona-Verordnung in Baden-Württemberg vielerorts mindestens die 2G-Regel, wonach der Zugang ausschließlich Geimpften und Genesenen gewährt wird. Ob nun aus Angst oder Trotz, zu viele Menschen lehnen die Impfung weiterhin ab. Darin sehen kriminelle Personen und Banden wiederum die Chance schnelle Profite zu machen. So erlebt der Schwarzmarkt um gefälschte Impfpässe und QR-Codes einen regelrechten Boom.

Bereits im November sind mehrere Personen aus Baden-Württemberg wegen des Verkaufs gefälschter Corona-Impfpässe in den Fokus der Polizei geraten – in diesem Zusammenhang hat auch eine Razzia in Heidelberg stattgefunden.

StadtHeidelberg
Einwohnerzahl161.485 (Stand: 31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Fälschung von Impfnachweisen – Leiterin der Kriminalpolizeidirektion will durchgreifen

Nachdem nun immer häufiger gefälschte Impfnachweise zur Ausstellung von Impfzertifikaten aufgetaucht sind, steht für Ulrike Schäfer, Leiterin der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg, fest: „Wer einen Impfnachweis fälscht oder einen bereits gefälschten Impfnachweis nutzt, um so ein Impfzertifikat zu erhalten, setzt nicht nur seine eigene, sondern auch die Gesundheit seiner Mitmenschen aufs Spiel. Der neu geschaffene rechtliche Rahmen bietet uns als Polizei nun die Möglichkeit, konsequent gegen diese Personen vorzugehen. Daher haben wir eine Ermittlungsgruppe für derartige Sachverhalte eingerichtet.

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Heidelberg: Impfpass-Fälschung – Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe bei Ermittlungen

Die 9-köpfige Ermittlungsgruppe ist bei der Kriminalpolizei angesiedelt und bearbeitet alle Delikte im Zusammenhang mit Impfpassfälschungen. Die Ermittlungsgruppe ist nach eigenen Angaben zuversichtlich, „möglichst schnell kriminelle Strukturen zu zerschlagen und deren Verfestigung zu verhindern“.

Ganz ohne die Mithilfe der Bevölkerung geht es jedoch nicht: „Sollte Ihnen ein gefälschter Impfpass zum Kauf angeboten oder zur Erstellung eines Impfzertifikats vorgelegt werden, zögern Sie nicht, dies der Polizei zu melden“, heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mannheim. (esk)

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