„Sicher in Heidelberg“

Strobl und Würzner unterzeichnen Sicherheitspartnerschaft

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Strobl und Würzner unterzeichnen Sicherheitspartnerschaft (Archivfoto)

Heidelberg - Die Kriminalität in der Unistadt ist in den letzten Jahren gestiegen. Stadt und Land Baden-Württemberg wollen dem mit einer Sicherheitspartnerschaft entgegenwirken:

Heidelberg soll sicherer werden!

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner (parteilos) unterzeichneten am Freitag (9. Februar) die Partnerschaft „Sicher in Heidelberg“.

In Zukunft sollen polizeiliche „Schwerpunkteinsätze“ insbesondere die „Brennpunkte“ Altstadt (Gewalt, Ordnungsstörungen) und Neckarwiese (Diebstahl, Sexualdelikte, Rauschgift) ins Auge fassen. Die Sicherheitspartnerschaft kann als Ersatz dafür interpretiert werden, dass Heidelberg 2017 kein eigenständiges Polizeipräsidium bekam.

Sicherheitsgefühl steigern

Die Kriminalitätsbelastung ist in Heidelberg in den Vorjahren deutlich gestiegen – 2016 um fast fünf Prozent. Wir haben einen dringenden Handlungsbedarf“, sagte Würzner. 

Mit der Sicherheitspartnerschaft wolle man die Kriminalität in der Unistadt eindämmen und das subjektive Sicherheitsgefühl der Heidelberger steigern. Zudem wolle die Stadt den Kommunalen Ordnungsdienst um vier weitere Stellen auf 20 Mitarbeiter aufstocken. 

Kriminalität eindämmen – aber wie?

Ab dem ersten Quartal 2018 will die Polizei gezielte Schwerpunkteinsätze in der Altstadt durchführen, um Ordnungsstörungen und Kriminalität einzudämmen. Dabei sollen die lokalen Polizisten von Beamten des „Polizeipräsidiums Einsatz“ unterstützt werden.

Wir setzen zusätzliche Polizisten aus dem Polizeipräsidium Einsatz ein, so viele wie nötig, um die Altstadt und die Neckarwiese wieder zu einem ganz sicheren Pflaster zu machen. Da geht es weniger um Zahlen, als um den gezielten Einsatz der Polizeikräfte – und das machen wir maßgeschneidert, passgenau, orientiert an der jeweiligen Lage und an der tatsächlichen Aufgabe in Heidelberg“, erklärte Innenminister Strobl das Konzept.

Sobald die Temperaturen wieder steigen, will man sich dann auch dem zweiten Schwerpunkt Neckarwiese widmen. Für das Neckarvorland soll die Stadt zudem ein „Beleuchtungskonzept“ erarbeiten. Teile der Neckarwiese sollen besser ausgeleuchtet werden, um die Polizeiarbeit zu erleichtern und das Sicherheitsgefühl zu steigern. Zudem will das Polizeipräsidium Mannheim einen frühestmöglichen Einsatz moderner Videoüberwachungstechnik angehen. 

Außerdem wird das LKA die Polizei bei der Aufklärung der Deliktfelder Autoaufbrüche, Drogen und Wohnungseinbrüche unterstützen. 

Ein Stirnrunzeln dürfte allerdings eine Idee des Mannheimer Polizeipräsidiums bei einigen Heidelbergern bewirken, die den „Einsatz von Polizeifreiwilligen ins Auge fasst, um die Polizeipräsenz in der Stadt zu erhöhen“, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Innenministerium, Stadt Heidelberg und Polizei heißt. In Baden-Württemberg gibt es derzeit rund 750 Polizeifreiwillige.

rmx

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