In Alter Feuerwache


Dezernat 16 – Netzwerk gibt Kraft

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Das Dezernat 16 in Heidelberg.

Heidelberg-Bergheim - Das Dezernat 16 bietet einen optimalen Raum zum Arbeiten, Austauschen und Netzwerken. Wie es jungen Unternehmern der Kultur- und Kreativwirtschaft zum Start verhilft:

Einst stürmten Feuerwehrmänner aus dem Gebäude in der Emil-Maier-Straße 16, um Brände zu löschen. Heute tummeln sich in der alten Feuerwache junge Startups und kreative Köpfe, die für ihre neuen Projekte Feuer und Flamme sind. Das Dezernat 16 hat sich binnen weniger Jahre zu einem wichtigen Standort für die Kultur- und Kreativszene etabliert. 

Die Förderung und Unterstützung dieser wachsenden Wirtschaftsbranchen durch den Betrieb eines Kultur- und Kreativwirtschaftszentrums ist ein wichtiger Teil der Strategie der Wirtschaftsförderung der Stadt Heidelberg. Das Zentrum soll die Wettbewerbsfähigkeit der jungen Unternehmen in den Anfangsphasen stärken und damit den Startprozess erleichtern

“, heißt es auf der Webseite vom Dezernat 16.

Seit 2013 wird die rund 4.500 Quadratmeter große Nutzfläche an junge Unternehmer, Startups, Selbstständige, Freiberufler, Künstler sowie etablierte Akteuren aus allen Branchen der Kultur- und Kreativwirtschaft vermietet. 

Dezernat 16: Der innovative Standort bietet viele Vorteile

  • Preis: Gerade für junge Unternehmen und Existenzgründer stellen finanzielle Aspekte eine Herausforderung dar. Wer dann auch noch in Heidelberg arbeiten möchte – und die oftmals hohen Mietpreisen kennt – steht direkt zu Beginn der Unternehmungsgründung vor einem gewaltigen Hindernis. Das Dezernat 16, auch D16 genannt, möchte genau diesen Menschen eine preiswerte Büro- und Arbeitsfläche bieten. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten als junger Künstler, Selbstständiger oder neugegründetes Unternehmen im D16 zu arbeiten und seine Projekte zu starten. So existieren im D16 Büroräume, Ateliers, Studios, Medien- und Proberäume und Lagerflächen – und das zu günstigen Konditionen. Die Kaltmiete für die Räume betragen 5 Euro pro Quadratmeter. Zudem werden im Dezernat 16 Coworking-Plätze angeboten. Vier Räume auf 200 Quadratmeter bieten insgesamt Platz für 20 Arbeitsplätze, die unter anderem für etwa 170 Euro pro Monat gemietet werden können. 
  • Arbeitsplätze: Ob Atelier, Büro, Veranstaltungsraum oder ein Studio – im D16 finden die Mieter genau den passenden Platz für ihre Arbeit. Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen: Es gibt Besprechungsräume, Wohnzimmer, Küchen, Drucker, WLAN usw...
  • Netzwerken: Ein Grund, warum immer mehr junge Unternehmer und Künstler auf ihren Home Office-Platz verzichten, ist der Kontakt zu anderen. Es ist aber auch von den Betreibern ausdrücklich gewünscht, ein starkes Interesse am Austausch und der Zusammenarbeit mit anderen Mietern zu haben. Denn nur so können kreative Ideen, neue Inspirationen und interessante Aspekte gewonnen werden.
  • Veranstaltungen: Im D16 können zudem im Café Leitstelle, Foyer und in der Sporthalle Veranstaltungen stattfinden. Hierbei muss eine Verbindung zur Kultur- und Kreativwirtschaft bestehen. Insbesondere das integrierte Café Leitstelle hat sich als Treffpunkt und Veranstaltungsort für die kreative Szene etabliert. Allein im Jahr 2016 fanden rund 200 Events im Zentrum statt, dazu gehörten Netzwerkveranstaltungen oder Tagungen für die Gründerszene, Kulturveranstaltungen, Messen oder Special-Interest-Treffen von Firmen.

Aktuell sind folgende Branchen im Dezernat 16 vertreten: Architektur, Buch/Literatur, Designwirtschaft, Filmwirtschaft, Kunstmarkt, Musikwirtschaft, Markt für Darstellende Kunst, Pressemarkt, Rundfunkwirtschaft, Textilwirtschaft und Werbemarkt. Jährlich bewerben sich hunderte Interessierte um Räume im Dezernat 16. Allerdings kann nur ein Teil davon tatsächlich bedient werden.

Das Zentrum wird von der Heidelberger Dienste gGmbH betrieben. Als städtische Gesellschaft entwickelt sie das Projekt im Auftrag des Gemeinderats der Stadt Heidelberg mit Beschluss vom April 2013. Bis Ende 2023 ist eine Zwischennutzung der alten Feuerwache vorgesehen. Die Zielsetzung des Zentrums ist die wirtschaftliche Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft durch die Bereitstellung günstiger Räumlichkeiten, insbesondere für Existenzgründer und junge Unternehmen, das Angebot an Beratungsmöglichkeiten, zahlreiche Veranstaltungen im Kontext der Kultur- und Kreativwirtschaft und vielfältige Möglichkeiten für Kooperation und Vernetzung. Diese Ziele erfüllt D16, wie eine Studie des Planungs- und Beratungsbüros STADTart aus Dortmund bestätigt. 

pm/jol

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