Jahresunfallstatistik 2016

Mehr Tote und Schwerverletzte bei Unfällen

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Mehr Tote oder Schwerverletzte bei Unfällen in Heidelberg (Symbolfoto). 

Heidelberg - Die Polizei präsentierte am Donnerstag die Jahresunfallstatistik. Die Unfallzahlen gingen leicht Unfallzahlen zurück, aber mehr Menschen kamen im Stadtgebiet zu Schaden.

5.235 Unfälle verzeichnete die Polizei im Jahr 2016 im Heidelberger Stadtgebiet

Das geht aus der Jahresunfallstatistik hervor, die am Donnerstag im Polizeipräsidium Mannheim präsentiert wurde.

Mit der Gesamtzahl wurde der Höchstwert aus dem Jahr 2015 (5.279) nur knapp unterboten. Damit liegt das vergangene Jahr immer noch deutlich über dem Fünf-Jahres-Mittel von 5.012 Unfällen.

Die hohe Zahl ist durch einen Anstieg an Kleinstunfällen (3.070, +3 %) zu erklären. Unfälle mit Sachschaden (-6,2 %) und Unfälle mit Personenschaden (-4,7 %) gingen hingegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück.

Allerdings stieg die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten oder schwer verletzten Personen. Drei Menschen starben 2016 im Heidelberger Straßenverkehr (Vorjahr: eine Person). 102 wurden schwer verletzt, neun mehr als 2015.

Rückgang bei Unfällen mit „schwächeren Verkehrsteilnehmern“

Unfälle mit Radfahrern, Fußgängern und motorisierten Zweiradfahrern („schwächere Verkehrsteilnehmer“) nahmen 2016 leicht ab.

Bei 324 Unfällen mit Fahrradfahrern (Vorjahr: 332) wurden 269 Menschen verletzt, 41 davon schwer. Ein Radfahrer starb. Von 70 Unfällen mit Fußgängern waren 64 mit Personenschaden. Zwölf Passanten wurden schwer verletzt, zwei Menschen starben.

Unfälle, bei denen Kinder beteiligt waren, gingen zwar um elf auf 35 deutlich zurück, leider starb ein Kind auf dem Schulweg (WIR BERICHTETEN).

Hintergrund

Die Zahl der Unfälle ist im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mannheim ( Mannheim, Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis) leicht gestiegen – auf 28.745 2016 gab es 380 Unfälle (+1,3 %) mehr als im Vorjahr.

Die Zahl der Verkehrstoten ist um fünf (-22,7 %) auf 17 zurück gegangen. Von den 17 Unfallopfern waren acht als Fußgänger, fünf als Radfahrer, drei als Autofahrer sowie einer als Fahrer eines Quad betroffen.

Die Anzahl an Fahrradunfällen blieb nahezu gleich. Leider kamen vergangenes Jahr fünf Radfahrer ums Leben. Die Zahl der getöteten Fußgänger erhöhte sich um eins auf acht. Motorradfahrer kamen 2016 nicht ums Leben, 2015 waren es fünf.

Tödliche Unfälle, die auf Alkohol oder überhöhte Geschwindigkeit zurück zu führen sind, gab es letztes Jahr weniger: Eine Person kam bei einem Unfall unter Alkoholeinfluss ums Leben (Vorjahr: zwei). Die Zahl der tödlichen „Geschwindigkeitsunfälle“ verringerte sich um sieben auf sechs.

Bei Unfällen unter Beteiligung von Senioren kamen acht Menschen ums Leben, einer mehr als 2015.

>>> Hier gehts zur Jahresunfallstatistik 2016.

pol/rmx

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